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Casey Stoner konnte sich im zweiten Freien Training knapp durchsetzen © Ducati

Casey Stoner ist zwar auch im zweiten Freien Training der MotoGP am schnellsten, aber Valentino Rossi und Loris Capirossi folgen knapp dahinter

Verliert Casey Stoner etwas von seiner erdrückenden Katar-Dominanz? Der Ducati-Star ist zwar auch im zweiten Freien Training der Moto GP an der Spitze gewesen, allerdings konnte er sich nur einen hauchdünnen Vorsprung herausfahren. Der Australier markierte seine Bestzeit in 1:56.310 Minuten sehr früh innerhalb der nächtlichen Session. Während sich die Gegner an der Zeit die Zähne ausbissen, konnte Stoner gemütlich Tests fahren.

Doch um ein Haar wäre der Weltmeister von 2007 noch von der Spitzenposition verdrängt worden. Die Strecke baute mit zunehmender Fahrzeit immer mehr Grip auf, entsprechend purzelten die Rundenzeiten. Valentino Rossi (2./1:56.406 Minuten) musste sich am Ende knapp geschlagen geben. Der Italiener hatte jedoch einen beeindruckenden Run mit sehr konstanten Rundenzeiten.

Auf einen hervorragenden dritten Platz kam Loris Capirossi. Nachdem die Suzuki gestern nicht beeindrucken konnte, kam der italienische Dauerbrenner heute richtig in Fahrt. In 1:56.598 Minuten verlor Capirossi gerade einmal knapp drei Zehntelsekunden auf die Spitzenzeit von Stoner. Suzuki-Teamkollege Chris Vermeulen (7./1:57.576) konnte den guten Suzuki-Trend untermauern.

Hinter Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo (4./1:56.649) war Marco Melandri die Sensation des Freien Trainings. Der italienische Hayate-Pilot kam in 1:57.135 Minuten überraschend nah an die Spitze. "Bei uns läuft es gut. Vielleicht war es auch einfach eine Glückssession für uns", freute sich Melandri im 'DSF'. Man müsse allerdings mit Prognosen vorsichtig sein: "Ich weiß nicht, ob noch mehr Potenzial in der Maschine steckt. Mit einer Top-10-Platzierung wären wir schon sehr glücklich."

Als bester Honda-Pilot zeigte sich Andrea Dovizioso (6./1:57.290), dessen HRC-Teamkollege Dani Pedrosa (12./1:58.349) trotz der Verletzungen einen Schritt nach vorn machen konnte. Die Tech-3-Yamaha-Fahrer Colin Edwards (8./1:57.714) und James Toseland (10./1:58.125) lagen erstmals sehr nahe zusammen, Randy de Puniet (1:57.971) konnte als Neunter eine solide Vorstellung bieten.

Der große Pechvogel war ausgerechnet Nicky Hayden. Als hätte der neue Ducati-Teamkollege von Casey Stoner nicht schon genug Sorgen, kam am Samstag auch noch ein Motorschaden hinzu. Hayden rollte mit qualmendem Auspuff ins Kiesbett und musste auf die Ersatzmaschine umsteigen. Immerhin gelang dem Amerikaner in 1:59.226 Minuten eine Runde, die annähernd so schnell war wie im gestrigen Training.

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