vergrößernverkleinern
Valentino Rossi sammelte heute in Doha 20 wertvolle WM-Punkte © Yamaha

Weltmeister Valentino Rossi ist mit seinem Saisonstart durchaus zufrieden, Teamkollege Jorge Lorenzo sieht aber noch Aufholbedarf

Katar war auch dieses Jahr wieder Casey-Stoner-Terrain, aber Weltmeister Valentino Rossi ist heute deutlich besser in die Saison gestartet als 2008. Der FIAT-Yamaha-Pilot hatte zwar keine Chance auf den Sieg, fuhr aber einem ungefährdeten zweiten Platz entgegen und sammelte damit 20 Punkte, die noch wichtig werden könnten.

"Leider verlor ich früh Kontakt zu Casey, weil ich mit Lorenzo und Capirossi fighten musste. Gegen Rennmitte war ich recht flott unterwegs und ich konnte sogar ein bisschen aufholen, aber dann steckte ich zurück, denn diese 20 Punkte sind für die Meisterschaft sehr wichtig", erklärte Rossi. "Im Vorjahr sind wir viel schlechter gestartet. Das Potenzial ist da, ich freue ich auf die nächsten Rennen und über dieses Ergebnis."

Hundertprozentig zufrieden war der Italiener nicht: "Die Streckenbedingungen waren ganz anders als gestern und wir hatten schon im Warmup Probleme mit den Reifen." Und in Bezug auf das von Sonntag auf Montag verschobene Rennen fügte der "Doktor" mit einem Augenzwinkern an: "Das Rennen am Montag ist mir lieber als der Test wie im Vorjahr! Aber im Ernst: Für mich war nichts anders als sonst."

Teamkollege Jorge Lorenzo wurde acht Sekunden hinter Rossi Dritter, hatte nach hinten ebenfalls acht Sekunden Puffer zu Colin Edwards. Doch auch wenn sich der Spanier im Kampf gegen Edwards und Andrea Dovizioso locker durchsetzen konnte, war er nach dem Rennen nicht restlos glücklich. Denn der Abstand zur Ducati von Sieger Stoner (16,244 Sekunden nach 22 Runden) war nach Lorenzos Geschmack viel zu groß.

"Der Start war lustig, denn es gab einige Positionskämpfe und ich konnte einige Risiken eingehen", gab der Yamaha-Werksfahrer nach der Siegerehrung zu Protokoll. "Ich hatte aber ehrlich gesagt kein gutes Gefühl auf dem Motorrad und war viel langsamer als Valentino und Casey. Der Rückstand auf Casey ist zu groß - da müssen wir hart arbeiten, wenn wir dieses Jahr noch ein paar Rennen gewinnen wollen!"

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel