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Mika Kallio holte bei seinem MotoGP-Debüt einen starken achten Platz © Pramac

Mika Kallio fuhr bei seinem MotoGP-Debüt auf einen starken achten Platz, der Start misslang jedoch - Enttäuschung bei Pramac-Teamkollege Niccolò Canepa

Mika Kallios Einstand in die MotoGP ist gelungen: Der Pramac-Rookie fuhr bei seinem Debüt in der Königsklasse in Katar ein starkes Rennen und kam auf einem hervorragenden achten Platz ins Ziel. Dabei hatte das Nachtrennen für den Finnen gar nicht so gut begonnen: Er stand auf Startplatz zehn, verlor beim Start aber gleich zwei Positionen. Doch er konnte sich zurückkämpfen und kam am Ende mit nur zehn Sekunden Rückstand auf den vierten Platz als Achter ins Ziel.

"Bevor ich hierhergekommen bin, habe ich mir gesagt, dass ich zufrieden bin, wenn ich es in die Top 10 schaffe. Deshalb ist der achte Platz ein wirklich gutes Ergebnis", bilanzierte Kallio. Er räumte ein: "Ich habe nicht gerade den besten Start hingelegt, aber ich konnte danach einen guten Rhythmus fahren. Ich habe versucht, die Gruppe vor mir einzuholen. Aber nach ein paar Runden habe ich beschlossen, dass ich lieber meinen eigenen Rhythmus fahre und diese Strategie hat sich ausgezahlt."

in den letzten Runden kam Kallio immer näher an Suzuki-Pilot Chris Vermeulen heran, "und ich denke, dass ich ihn überholt hätte, wenn ich noch ein paar Runden mehr zur Verfügung gehabt hätte", erklärte der Finne. "Aber alles in allem hatten wir ein positives Wochenende und wir werden versuchen, beim nächsten Rennen in Japan die eingeschlagene Richtung beizubehalten."

Nicht ganz so glücklich zeigte sich sein Teamkollege Niccolò Canepa, der in Katar ebenfalls sein Debüt gab. Er kam als 17. und letzter ins Ziel. "Um ehrlich zu sein, hatte ich gehofft, dass es besser läuft", räumte Canepa ein. "Aber es war vom ersten Training an ein schwieriges Wochenende und wir konnten für das Rennen keine Wunder erwarten. In den letzten Runden hielt ich mich an James Toseland und ich habe dabei viel gelernt. Wir werden versuchen, unsere Performance in Japan zu verbessern, auch wenn ich dort zum ersten Mal fahre. Aber ich werde es dort ganz sicher aggressiver angehen, denn das ist das, was ich brauche."

Pramac-Technikchef Fabiano Sterlacchini war nach dem Saisonauftakt "glücklich, sehr glücklich". Denn abgesehen davon, dass Kallio einen starken achten Platz geholt hatte, hatte sich gezeigt, dass die Fahrer vor ihm keinen wesentlich schnelleren Rhythmus gefahren sind. "Leider hatte Mika keinen guten Start und er verlor in den ersten Runden etwas Zeit. Ansonsten hätte er ein noch besseres Ergebnis holen können", bilanzierte Sterlacchini. "Aber wir sind sehr zufrieden, denn der Rhythmus, den er das ganze Rennen über beibehalten hat, war für einen Debütanten exzellent."

"Wir freuen uns für Niccolò, dass er seinen ersten Grand Prix ohne Fehler zu Ende gefahren ist", fuhr der Technikchef fort. "Natürlich muss er sich noch verbessern, aber ich denke, dass er an seinem ersten Wochenende in der Königsklasse so viele Emotionen durchlebt hat, dass seine Performance dadurch ein bisschen eingeschränkt wurde."

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