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Marco Melandri fühlt sich wohl bei Hayate und auf seiner neuen Maschine © Kawasaki

Marco Melandri hofft, dass er gut Ergebnisse holen und Kawasaki das Engagement bei Hayate dann doch wieder ausweitet - Genereller Optimismus

Marco Melandri hatte sich seine Zukunft ein bisschen anders vorgestellt, als er nach der Saison 2008 von Ducati ins Kawasaki-Werksteam wechselte. Denn anstatt mit einer Werksmannschaft vorne mitzumischen, ist der Italiener nun der Einzelkämpfer in einem Privatteam. Kawasaki entschied sich zum Rückzug und aus der Werkstruppe ging das Hayate-Team hervor, in dem Melandri als einziger Pilot fährt.

Dazu hat Kawasaki die Unterstützung für das ehemalige Werksteam weitgehend eingestellt. Während der Wintertests haben die Japaner noch bei der Entwicklung der früheren Werks-Kawasaki geholfen. Doch nun liefern sie nur noch Teile wie Chassis und Motoren - bei der Weiterentwicklung ist Hayate auf sich allein gestellt. Melandri hofft, dass sich das irgendwann wieder ändert. "Wir hoffen, dass wir ein paar gute Ergebnisse holen und sie so dazu bewegen können, wieder etwas mehr für uns zu tun", erklärte der Italiener gegenüber 'MotoGPMatters.com'.

Die Befürchtungen vieler, dass Hayate und Melandri zu Kanonenfutter werden und hinterherfahren, haben sich bisher nicht bestätigt. Man konnte beim Saisonauftakt in Katar Anschluss ans Mittelfeld halten. Melandri sieht seine Chance auf Platzierungen weiter vorn, falls "es in manchen Rennen schwieriges Wetter gibt". Sprich: Bei Regenlotterien könnte es weiter nach vorn gehen.

Und was Melandri zusätzlich optimistisch stimmt: Mit der Kawasaki kommt er wesentlich besser zurecht als mit der Ducati, mit der er die ganze Zeit über gehadert hatte. "Die Maschine ist recht gut", sagte der Italiener. "Wir müssen zwar noch einiges verbessern, aber wir arbeiten gut. Das Team ist ist sehr motiviert, ich fühle mich dort wohl und bin zuversichtlich."

Der Charakter der Kawasaki komme seinem Fahrstil wesentlich mehr entgegen als sein bisheriges Arbeitsgerät, berichtete Melandri weiter: "Es ist viel besser für mich. Im vergangenen Jahr war es sehr schwer für mich, die Maschine zu fahren, alles war ungewohnt für mich. Ich habe mein Selbstvertrauen verloren und das war sehr hart."

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