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Max Biaggi hat mit der Aprilia RSV-4 bislang viele Glanzilichter setzen können © infront

Bei Aprilia ist man nach den ersten drei Rennwochenenden der Superbike-Weltmeisterschaft mehr als zufrieden: Noch viel Raum für Verbesserungen

Nach siebenjähriger Abstinenz ist Aprilia zurück auf der großen Superbike-Bühne - und wie! Nach nur drei Rennwochenenden der neuen Saison haben die Italiener mit Max Biaggi bereits zwei Podestplätze auf dem Konto. Nicht nur in Katar brillierte man, auch auf Phillip Island und in Valencia konnte man Glanzlichter setzen, wenn auch er große zählbare Erfolg verwehrt blieb. Entsprechend zog man nun eine positive Zwischenbilanz.

"Wir haben bei allen drei Auftritten gute Leistungen gezeigt, auch wenn wir in der Valencia-Superpole einen Fehler machten", erklärte Aprilia-Technikchef Gigi Dall'Igna auf der offiziellen Superbike-Webseite. In Spanien war Biaggi früh im Shootout hängengeblieben, weil man taktische Fehler machte. Aprilia wollte sich beide Qualifyer für die beiden folgenden Abschnitte sparen und verzockte sich dabei und schied im ersten Qualifying-Durchgang aus.

"Für uns war es interessant zu sehen, dass wir von Beginn an mit den Besten mithalten konnten", sagte der Techniker weiter. "Vor dem Start der Meisterschaft war das unser Traum. Jetzt, nach drei Runden, können wir sagen, dass unser Traum Realität geworden ist. Was wir bisher abgeliefert haben, war erstklassig. Doch wir müssen weiter arbeiten."

Trotz der vielen Aprilia-Glanzlichter habe es auch schattige Momente gegeben, sagte Dall'Igna weiter: "Es gab einige technische Dinge, wie zum Beispiel die variablen Ansaugstutzen, die etwas zu spät fertig waren. Wir hatten auch Probleme mit dem Benzinfluss, daher waren unsere Test nicht so gut. Aber wir sind mit den Problemen gut umgegangen. Wenn im Januar so etwas auftaucht und die Saison schon im März beginnt, ist es nicht einfach, dann kühlen Kopf zu bewahren."

Man habe außerdem naturgemäß einen Nachteil im Bereich Erfahrung. Dies schlage sich vor allem dann nieder, wenn sich die Bedingungen verändern. "Dann bekommen wir das Zusammenspiel von Setup und Reifen noch nicht so gut in den Griff", so der Aprilia-Technikchef. "Aber wir arbeiten daran." Es seien schon bald Updates bei Elektronik und Motor geplant. "Wir haben noch Raum für viele Verbesserungen das ganze Jahr über."

Das einzige Sorgenkind im Hause Aprilia scheint zurzeit Shinya Nakano zu sein. Der Japaner hatte sich bei einem heftigen Abflug in Valencia an der Schulter verletzt. "Er wird aber bald wieder trainieren können", gab Dall'Igna Entwarnung. "Ich bin für Assen sehr optimistisch. Es ist zwar nicht mehr lang bis dahin, aber er wird es auf jeden Fall am Freitag probieren." Er sei insgesamt für den Auftritt in den Niederlanden guter Dinge: "Wir sind in der Spitzengruppe und das erfüllt uns mit großer Genugtuung."

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