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Dani Pedrosa ist weiter angeschlagen, doch er will sich schrittweise steigern © Repsol

Der angeschlagene Dani Pedrosa beißt die Zähne zusammen und will schrittweise nach vorne, Andrea Dovizioso hofft auf einen Podiumsplatz

Vor dem Honda-Heim-Grand-Prix im japanischen Motegi ist die Stimmung im Werksteam nur gedämpft euphorisch. Dani Pedrosa ist nach seinen schweren Verletzungen nach wie vor angeschlagen. Andrea Dovizioso hat damit zu kämpfen, dass die Werks-Honda bei den Wintertests nicht ganz optimal auf die neue Saison vorbereitet werden konnte. Entsprechend realistische Ziele hat man sich für Motegi gesteckt: Honda will sich einfach weiter steigern und falls möglich, gute Ergebnisse holen und vielleicht sogar aufs Podium fahren.

Wenige Wochen nach seinen beiden Operationen hatte sich Pedrosa beim Saisonstart in Katar den Umständen entsprechend sogar hervorragend geschlagen. Immer Rennen konnte er sich kurzzeitig bis auf Platz sechs vorkämpfen, dann fiel er jedoch wegen eines technischen Problems zurück auf Rang elf. Am kommenden Wochenende möchte der Spanier darauf aufbauen. Motegi zählt er übrigens zu seinen Lieblingsstrecken.

"Meinem Bein geht es immer besser und mein Knie wird von Tag zu Tag etwas beweglicher", berichtete Pedrosa, der die Zähne weiter zusammenbeißt. "Ich habe zwar noch nicht die normale Beweglichkeit, aber bis wir nach Motegi kommen, kann ich mein Knie bestimmt um zehn Grad mehr anwinkeln als in Katar. Das sollte einen großen Unterschied ausmachen. Und nach dem Rammstoß, den mir de Angelis in Katar mitgegeben hat, geht es auch meinen Ellbogen wieder besser - er schmerzt zwar noch und ist etwas steif, aber ich hoffe, dass das in Japan kein Problem sein wird."

Bei Pedrosa hat weiter höchste Priorität, zunächst einmal wieder seine volle Fitness zurückzugewinnen: "Und dann müssen wir an der Maschine arbeiten. Denn ich habe im Winter viel Testzeit verpasst und wir sind noch nicht da, wo wir gern wären. Ich muss einen Schritt nach dem anderen machen - erst muss sich wieder vollkommen fit werden und dann muss ich die Maschine schrittweise verbessern. Ich mag den Kurs in Motegi, ich habe dort auch schon gewonnen und deshalb hoffe ich, auf der Heimstrecke von Honda das bestmögliche Ergebnis zu holen."

Teamkollege Dovizioso wurde in Katar fünfter und er hofft nun, in Motegi den ersten Podiumsplatz der Saison holen zu können. "Ich habe diese Strecke immer gemocht. Es gibt viele Abschnitte, in denen man scharf bremsen und wieder beschleunigen muss. Ich denke, dass das zur Charakteristik unserer Maschine passen könnte und wir ein gutes Rennen haben können", erklärte der Italiener.

"Wir haben beim ersten Rennen in Katar viel dazugelernt", sagte Dovizioso weiter. "Während dieses Rennens haben wir neue Probleme bekommen. Wir hatten jetzt jedoch die Zeit, sie zu analysieren und ein paar Dinge auszusortieren. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir in Motegi noch besser sein können. Ich mag die Atmosphäre dort, am Sonntag kommen immer viele japanische Fans, die uns Honda-Piloten anfeuern."

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