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Nicky Hayden und Casey Stoner sollen in Katar beide glücklich werden © Ducati

Katar-Dominator Casey Stoner will in Japan weiter hart am Erfolg arbeiten - Ducati-Teamkollege Nicky Hayden pflegt eine "Hass-Liebe" zu Motegi

Nach seinem fulminanten Auftritt beim Saisonauftakt der MotoGP in Katar kommt Ducati-Pilot Casey Stoner als Topfavorit zum nächsten Rennen am kommenden Wochenende in japanischen Motegi. Auch sein Erzrivale Valentino Rossi (Yamaha) hat bereits prophezeit, dass der Australier in Japan wieder stark sein wird. Doch Stoner selbst gibt sich vor dem Rennwochenende bescheiden.

"Ich bin zwar in Motegi schon in jeder Klasse aufs Podium gefahren, aber es gab auch andere Zeiten, wo es dort nicht so gut lief", sagte Stoner, der 2003 bei den 125ern Zweiter wurde, 2005 bei den 250ern auf Rang drei fuhr und im vergangenen Jahr Zweiter im MotoGP-Rennen wurde. "Ich habe mir schon immer gedacht, dass diese Strecke, auf der man so hart bremsen und beschleunigen muss, eher für Autorennen als für Motorradrennen geeignet ist. Aber grundsätzlich mag ich sie schon und wenn man eine gute Abstimmung hat, kann sie richtig Spaß machen."

Anders als in Katar wurde vor der Saison in Motegi nicht getestet. "Wir starten also bei Null und haben jetzt weniger Trainingszeit zur Verfügung", erklärte es Stoner weiter. "Ich bin recht zuversichtlich. Das Setup, das wir bei den Tests gefunden haben, hat auf verschiedenen Streckentypen gut funktioniert. Damit sollten wir eine vernünftige Basis haben, mit der wir in Motegi arbeiten können. Aber ich weiß: Garantien gibt es für gar nichts - wir werden hart weiter arbeiten und konzentriert bleiben."

Stoners neuer Teamkollege Nicky Hayden haderte mit seinem ersten Ducati-Rennen in Katar. Nach zahlreichen Rückschlägen konnte er das Rennen zumindest noch auf Rang zwölf beenden. Dabei hatte der Amerikaner die Zähne zusammen gebissen: nach einem 210-km/h-Highsider am Samstag musste such Hayden mit extremen Rückenschmerzen und einer genähten Brust durch das Rennen kämpfen.

"Mein erster Grand Prix mit Ducati lief nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Aber es gibt auch Positives zu berichten - in der zweiten Rennhälfte konnte ich schnellere Rundenzeiten fahren als am gesamten Wochenende und ich habe mich vor allem auf der Maschine wohl gefühlt", erklärte Hayden. "Hoffentlich hilft uns das, genau herauszufinden, was nötig ist, um mein Feeling auf dem Bike zu verbessern. Denn es war wirklich nicht cool, soweit hinterher zu fahren!"

"Rein körperlich bin ich in Ordnung - das Rennen war zweifellos hart, weil ich ziemlich angeschlagen war", fuhr der Amerikaner fort. "Aber ich habe mich ganz gut erholt und ich gehe nicht davon aus, dass sich in Japan noch Probleme haben. Ich werde am Donnerstag wahrscheinlich noch in die Clinica gehen, damit die Fäden gezogen werden. Damit sollte die Sache dann erledigt sein." Grundsätzlich pflege er eine Art "Hass-Liebe" zu Motegi, so Hayden, "ich hatte dort gute Ergebnisse und schlechte - es ist immer ein besonderer Grand Prix."

Ducati-Teamchef Livio Suppo hat zahlreiche Erinnerungen an die Strecke in Motegi: "Vom ersten Sieg mit Bridgestone 2005 bis hin zum Titelgewinn mit Casey 2007. In diesem Jahr fahren wir dort schon früh in der Saison - nach einem Auftaktrennen, das für Casey fantastisch und für Nicky wirklich hart war. Wir werden unser Bestes geben, damit wir diesmal zwei glückliche Fahrer haben!"

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