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Casey Stoner versuchte bereits in Katar, mit seinem Benzin auszukommen © Ducati

Bloß nicht mit leerem Tank stehen bleiben: Das ist in Japan eine der großen Sorgen - Stoner verrät: Schon in Katar extra die Motorleistung gedrosselt

Sparsam mit dem Benzin umgehen und dennoch Vollgas geben - vor dieser kniffligen Aufgabe stehen die MotoGP-Piloten am kommenden Wochenende in Motegi. Denn auf dem japanischen Stop-and-Go-Kurs, auf dem sich Vollgaspassagen mit Haarnadelkurven abwechseln ist der Benzinverbrauch durch das ständige Bremsen und Beschleunigen höher als auf anderen Rennstrecken.

Das bereitet vielen Piloten schon jetzt Kopfzerbrechen. Denn seit 2007 dürfen sie im Rennen nur noch 21 Liter Benzin im Tank haben - und diese Menge gilt es in Motegi besonders gut zu verwalten. Wie schwierig das ist, hat sich bereits beim Saisonauftakt in Katar gezeigt, als Alex de Angelis die Rechnung für seine Vollgas-Aufholjagd auf Platz sechs damit bekam, dass ihm in der Auslaufrunde das Benzin ausging.

Die Teams arbeiten an den verschiedensten Möglichkeiten, den Benzinverbrauch während des Rennens zu steuern. Ducati zum Beispiel hatte in Katar die Motorpower gedrosselt, um Benzin zu sparen. Damit lässt sich auch erklären, warum Valentino Rossi in der Anfangsphase immer näher an Casey Stoner heranrückte. "Leider konnte ich damit keine guten Rundenzeiten mehr fahren", wurde Stoner von 'visordownnews.com' zitiert.

Also schaltete der Australier wieder um auf normale Power, um die Attacke Rossis abwehren zu können. "Ich habe einfach nur noch versucht, mit dem Benzin auszukommen", so Stoner.

Am kommenden Wochenende wird es noch schwieriger, auch wenn Stoners Ducati-Team in Sachen Benzin-Management besser aufgestellt zu sein scheint als die Konkurrenz. Mit dem Ducati-System kann mit der verfügbaren Benzinmenge mehr Kraft freigesetzt werden als bei anderen System. Das Problem laut Neuzugang Nicky Hayden: Das Bike reagiert recht unvorhersehbar: "Manchmal ist es in einer Runde komplett anders als zuvor", sagte der Amerikaner.

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