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Zuletzt saß Valentino Rossi Ende 2008 in Mugello in einem Ferrari © Ferrari

Ein Formel-1-Wechsel wird immer unwahrscheinlicher, die MotoGP-Karriere geht auch irgendwann zu Ende - Valentino Rossi liebäugelt mit der WRC

Valentino Rossi in einem Ferrari in der Formel 1. Diese Vorstellung sorgte bei den Italienern einige Jahre lang für einen erhöhten Puls, doch soweit wird es nicht mehr kommen. "Für die Formel 1 ist es wohl zu spät", erklärte der 30-Jährige jetzt gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters'.

Ende 2006 hätte die Möglichkeit bestanden, mit Ferrari in die Formel 1 zu gehen, aber damals entschied sich Rossi dagegen. "Ich habe mit Ferrari viel gesprochen. Es bestand ein seriöser Plan, nachdem ich 2007 ein Testfahrer geworden wäre und 2008 angefangen hätte, Rennen zu fahren."

Es war ein Dauerthema und die Entscheidung war eng. Insgesamt vier offizielle Testtage in Fiorano und Valenica bestritt Rossi 2005 und 2006 in einem Ferrari, und drehte dabei 234 Formel-1-Runden. Dazu im November 2008 an zwei weiteren Tagen noch einmal 50 Umläufe in Mugello.

Ende 2010 läuft sein Vertrag bei Yamaha aus, im Sommer nächsten Jahres will er über seine weiteren Pläne entscheiden. Dann wäre der achtfache Motorrad-Weltmeister 31 Jahre alt. Was würde ihn motivieren können, in der MotoGP weiterzumachen? Die Antwort heißt Casey Stoner.

Beste Kontakte zu Ford

"Stoner ist die neue Generation", weiß Rossi. "Es ist immer schwer, deine Konzentration und deine Motivation aufrecht zu halten, aber ein zäher Rivale wie Casey gibt dir das. Im Moment sieht es wieder so aus, als hätten Casey und ich den besten Speed. Ich habe immer noch den gleichen Spaß wie in meinem ersten Rennen. Wenn ich das nicht mehr genieße, dann ist es Zeit aufzuhören."

Neben der aus Altersgründen immer unrealistischer werdenden Alternative Formel 1 und einer Vertragsverlängerung in der MotoGP gibt es da natürlich noch Möglichkeit drei: Einen Wechsel in den Rallye-Sport. Auch da bestehen bekanntlich bereits gute Kontakte zu Ford.

"Ich hoffe wirklich, dass ich auf vier Räder wechseln kann", so Rossi. "Mein Vater Graziano fuhr ebenfalls Rallye-Autos, und ich möchte nach meinen Karriereende bei den Motorrädern noch zehn Jahre lang in einem Auto sitzen. Die World Rally Championship ist wahrscheinlich die beste Option. Ich habe gute Beziehungen zu Ford. Im Sommer 2010 entscheide ich mich."

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