vergrößernverkleinern
Casey Stoner hat wie seine Konkurrenten vor Motegi noch einige offene Fragen © Ducati

Neue Einheitsreifen und keine Testfahrten: In Motegi stehen die MotoGP-Piloten anders als in Katar noch vor einigen Fragezeichen

In Katar wussten die Teams und Piloten, was auf sie zukommt. Schließlich haben sie im Winter bereits auf dem Wüstenkurs getestet. Dabei konnten sie auch einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie sich der neue Einheitsreifen von Bridgestone auf der Strecke verhält. Gleiches gilt für Jerez, wo ebenfalls getestet wurde. Doch nun kommen die Strecken, auf denen im Winter nicht gefahren wurde und auf denen die MotoGP-Teams noch vor einigen Fragezeichen stehen, was Einheitsreifen und das dazu passende Setup angeht. Motegi ist die erste davon.

"Wir haben die neuen Reifen hier noch nicht getestet, wir müssen mal abwarten, wie das wird", sagte Ducati-Pilot Casey Stoner in der Pressekonferenz vor dem Japan-Grand-Prix. Er gehe aber davon aus, dass Bridgestone gut vorbereitet sein wird. Und Ducati selbst? "Wir waren bisher sehr zufrieden mit unserem Motorrad, aber jetzt müssen wir sicherstellen, dass es mit den neuen Reifen auch auf diese Strecke passt", erklärte der Australier. "Eigentlich geht die Saison hier erst richtig los. Hier wird sich jeder kleine Fehler zeigen."

Stoners Hauptkonkurrent ist natürlich Yamaha-Star Valentino Rossi, der im vergangenen Jahr in Motegi vorzeitig seinen achten Weltmeistertitel klarmachen konnte. "Es war ein gutes Rennen für mich und das Team. Und zwar nicht nur, weil wir Weltmeister geworden sind", sagte der "Doktor" den Journalisten. "Nachdem wir im Training noch einige Probleme hatten, lief es im Rennen wirklich super. Wir waren am Sonntag sehr schnell unterwegs." Deshalb lautet der Plan von Rossi und Yamaha: "Wir werden am Freitag intensiv daran arbeiten, die Strecke zu verstehen." Die Daten aus dem Vorjahr könnten aber nur bedingt helfen, denn im April können die Temperaturen anders sein als im Oktober.

Auch Dani Pedrosa und sein Honda-Werksteam möchten die Fragezeichen von Motegi so schnell wie möglich beseitigen. "Wir haben viel Arbeit mit dem Setup vor uns", sagte der Spanier. "Dazu müssen wir auch noch abwarten, wie das Wetter wird. Es könnte wechselhaft sein." Pedrosas Ziel ist das Podest, "aber das wird sich zeigen". Denn er ist nach seinen schweren Verletzungen immer noch nicht ganz fit.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel