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Mika Kallio flog im ersten Freien Training der MotoGP in Motegi unsanft ab © Pramac

Pramac erwischt einen schlechten Auftakt in das MotoGP-Wochenende in Motegi: Mika Kallio stürzt, Niccolò Canepa wieder Letzter

Bei Pramac-Ducati hat man im Freien Training in Motegi zwischenzeitlich sogar Alleinunterhalter Mika Kallio noch verloren. Der Finne stürzte am Freitag und humpelte nach einem wilden Highsider mit schmerzendem Knöchel davon. Das konnte den Neuzugang allerdings nicht davon abhalten, die Kombi kurz zu entstauben und sofort auf die Ersatzmaschine zu steigen. Selbst unter solch widrigen Bedingungen war Kallio wieder schneller als Teamkollege Niccolò Canepa.

"Wenn man sich die Zeitenliste mal anschaut, dann sieht man ganz deutlich, dass es kein guter Tag für uns war", erklärte Kallio nach dem Training. "Ich weiß auch nicht, was passiert ist als ich stürzte. Ich habe das Heck verloren ohne am Gas zu sein. Natürlich hat uns das bei der Arbeit zurückgeworfen und wir fangen morgen quasi bei Null an. Mein linker Knöchel tut wirklich weh, aber anscheinend ist es nicht allzu schlimm."

"Ich mag die Strecke", sorgte Canepa nach seiner Fahrt auf den letzten Rang für leichte Verwunderung. "Ich habe in dieser Session erst einmal die Linie gelernt. Es wird schwierig, mit den anderen mitzuhalten, aber ich gebe mein Bestes. Die Strecke war sehr rutschig, vor allem dort, wo Mika gestürzt ist. Ich habe in der Session nur einen einzigen Hinterreifen verwendet und meine schnellste Runde nach 20 Umläufen markiert. Das gibt mir Zuversicht."

Teamchef Fabio Sterlacchini blickte irritiert auf den Crash seines Schützlings Kallio: "Wir können es uns kaum erklären. Vielleicht war es so, dass die linke Flanke des Pneus noch nicht warm war, weil sie nur wenig belastet wird. Zum Glück wurde er nicht ernsthaft verletzt. Morgen müssen wir mit beiden Fahrern einen deutlichen Schritt machen, um gut gerüstet ins Rennen gehen zu können." Was der Italiener allerdings verschwieg: Für Samstag ist Regen vorhergesagt. Die Vorbereitung könnte also sehr schwierig werden.

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