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Troy Corser leidet noch unter den Folgen seines Sturzes beim Test in Monza © BMW Motorrad

Für BMW schafften Troy Corser und Ruben Xaus mit den Plätzen elf und 18 einen soliden Auftakt beim Superbike-Wochenende in Assen

Ein weiteres Mal in diesem Jahr auf einer neuen Rennstrecke, galt es am ersten Trainingstag in Assen für Troy Corser, Ruben Xaus und das Team BMW Motorrad Motorsport, möglichst schnell ein Maximum an Informationen und Daten für das morgige freie Training, das Qualifying und die Superpole zu sammeln. Während sich der 4,555 Kilometer lange Kurs von Assen am Morgen noch staubig und verschmutzt präsentierte, bot er im ersten Qualifying am Nachmittag guten Grip für schnelle Rundenzeiten, wenngleich aufkommender Wind dann leichte Probleme bereitete.

Troy Corser beendete den ersten Tag als Elftschnellster, jedoch mit weniger als einer halben Sekunde Rückstand auf den Drittplatzierten. Ruben Xaus wurde 18., und sowohl er als auch sein Teamkollege Corser setzen nun alles daran, um ihre Motorräder für die morgige Superpole noch besser abzustimmen. Trainingsschnellster war der Amerikaner Ben Spies (Yamaha), gefolgt von Jakub Smrz (Ducati), Yukio Kagayama (Suzuki) sowie Carlos Checa (Honda).

Corser mit Schmerzen in der Hand

"Wir haben heute vieles ausprobiert, und angesichts dessen geht der elfte Platz wirklich in Ordnung", kommentierte Corser. "Zudem wissen wir, in welche Richtung wir morgen zu arbeiten haben, und so ist alles recht positiv. Erfreulich ist auch, dass meine Rundenzeit nicht so weit von Platz drei entfernt ist, obwohl ich nicht übermäßig viel Druck gemacht habe. Allerdings macht das Motorrad noch nicht ganz das, was ich mir vorstelle, und so werden wir morgen weiter daran arbeiten und sehen, inwieweit wir uns verbessern können."

"Den einzigen Wermutstropfen stellen im Moment die Schmerzen in meiner linken Hand dar. Das sind noch die Nachwirkungen vom Sturz bei den Tests vor kurzem in Monza, und heute morgen war es eigentlich gar nicht so schlecht. Am Nachmittag spürte ich sie jedoch deutlich und hatte Schwierigkeiten in Wechselkurven und beim Bremsen. Auch da müssen wir sehen, wie es morgen ist, aber ich hoffe, besser", sagte der Australier nach dem ersten Tag in Assen.

Teamkollege Ruben Xaus erklärte: "Das Motorrad und insbesondere das Fahrwerk sind großartig, und ich kann jede kleine Änderung spüren, die das Team vornimmt. Außerdem haben wir ordentlich Leistung, und es ist lediglich eine Frage, sie gut abrufbar zu machen und die Leistungsentfaltung nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Ein klein wenig frustriert bin ich trotzdem, denn ich glaube, wir haben es fast geschafft."

Xaus mit Ideen im Kopf

"Jedenfalls sind wir nicht Lichtjahre davon entfernt", so Xaus weiter, "aber manchmal ist es eben schwierig, die letzten fünf oder zehn Prozent zu mobilisieren. Gerade weil mir Assen eigentlich liegt, ist es zudem nicht gerade toll, heute nur 18. zu sein. Andererseits haben wir für morgen bereits einige Ideen und neue Teile auszuprobieren, und so hoffe ich, dass wir am späten Nachmittag deutlich weiter vorn in der Startaufstellung stehen werden."

"Abermals eine neue Strecke für uns, die zudem ganz anders ist, als die in Valencia. Dementsprechend gibt es jede Menge zu tun", fasste Berti Hauser zusammen. Der Leiter von BMW Motorrad Motorsport sagte weiter: "Noch immer stehen wir am Anfang unseres Abenteuers, aber ich bin sehr zufrieden, wie alle arbeiten sowie auch mit den erzielten Fortschritten. Die Tests in Monza haben uns einige Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, doch war es in der Kürze der Zeit unmöglich, alle davon umzusetzen."

"Wir arbeiten ganz gezielt an der Leistungsentfaltung. Das ist eine wiederkehrende Aufgabe und zum gegenwärtigen Stand der Entwicklung völlig normal. Es ist sehr viel Arbeit, und ein Teil davon ist auszuprobieren, den Fahrstil dem Motorrad anzupassen oder das Motorrad dem Fahrstil. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen", meinte Hauser optimistisch.

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