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Andrea Iannone bekommt für seinen Sieg in Motegi volle Punkte © Aprilia

Andrea Iannone feiert in Motegi seinen zweiten Saisonsieg in der 125er-Klasse - Stefan Bradl Vierter, Sandro Cortese und Jonas Folger stark

Das Rennen der 125er-Klasse wurde unter schwierigen Bedingungen gestartet. Zwar hatte die Sonne bereits für angenehme Tempertauren gesorgt, doch standen auf der Strecke an manchen Stellen noch gefährliche Pfützen. Viele Piloten gingen dennoch mit Slicks ins Rennen, weil die Piste komplett abtrocknen würde. Stefan Bradl und Sandro Cortese spekulierten ebenso auf trockene Bedingungen wie der spätere Rennsieger Andrea Iannone.

Die erste Phase des Rennens gehörte jedoch erst einmal den Piloten mit Regenreifen. Beim Start schoss sich Nicolas Terol an die Spitze, doch sensationell kam Danny Webb nicht nur näher, sondern zog auch vorbei. Über viele Runden führte der junge Brite das Rennen mit fast zehn Sekunden Vorsprung an und bot eine souveräne Leistung. Doch nach etwa sieben Runden bekamen die Piloten auf Slicks immer mehr Vorteile auf der Strecke, die von fast allen Pfützen schnell befreit war.

Zur Halbzeit kam die Slick-Fraktion dermaßen gut in Fahrt, sodass sich alle Piloten auf Regenreifen kaum noch wehren konnten. Julian Simon pulverisierte den Rückstand auf den führenden Webb, im Schlepptau fuhren auch Bradl, Iannone, Marc Marquez und der deutsche Shootingstar Jonas Folger schnelle Runden und machten Platz um Platz gut. Aber Simon hatte keine reinen Slicks, sondern handgeschnittene drauf.

Das sollte sich nicht auszahlen, denn gegen den ultraschnellen Katar-Sieger Iannone hatte der Spanier nicht den Hauch einer Chance, doch für Platz zwei sollte es am Ende reichen. In einem starken, aber unauffälligen Rennen kam Pol Espargaro auf den dritten Rang, weil auch er sich auf Slicks verlassen hatte. Stefan Bradl kämpfte sich in der mittleren Phase des Rennen gut nach vorne, konnte aber im Schlepptau von Iannone nicht mehr mithalten.

Bradl verkürzte den Abstand auf Simon und Espargaro zwar noch etwas, aber für einen Podestplatz reichte es nicht mehr. Hinter dem Kiefer-Pilot war rund sechs Sekunden Luft. Es golgte ein Viererpack mit Marc Marquez, Sandro Cortese, Joan Olive und Jonas Folger. Genau in dieser Reihenfolge lief das Paket auf den Rängen fünf bis acht ins Ziel. Cortese sammelt also wichtige Punkte und Folger setzt seine sensationellen Leistungen fort.

In der Gesamtwertung hat Andrea Iannone seinen Vorsprung nun noch weiter ausgebaut. Nach zwei Siegen in Folge hat der Italiener 37,5 Punkte auf dem Konto, es folgen Julian Simon (30 Punkte) und Pol Espargaro (22,5), der Cortese von Platz drei der WM-Tabelle verdrängen konnte. Der Ajo-Pilot führt mit 18 Zählern nun das deutsche WM-Trio an. Stefan Bradl (17) und Jonas Folger (13) sind Cortese dicht auf den Fersen.

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