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Alvaro Bautista setzte seine guten Testleistungen nun in einen Sieg um © Aprilia

Alvaro Bautista fängt Lokalmatador Hiroshi Aoyama kurz vor einem möglichen Heimsieg noch ab - Marco Simoncelli der große Pechvogel

Die japanischen Fans hatten nach regnerischen Zeiten jetzt endlich einmal viel Grund zur Freude. Im Rennen der 250er-Klasse lieferte Lokalmatador Hiroshi Aoyama eine große Show und lieferte sich bei herrlichem Sonnenschein in Motegi einen herrlichen Zweikampf mit Alvaro Bautista. Als der Japaner am Ende die Ziellinie am Ende nur als Zweiter kreuzte, jubelten die Fans trotzdem. Der Spanier war in den letzten Runden einfach deutlich schneller gewesen.

Die erste Hälfte des 250er-Laufs gehörte zunächst eindeutig Marco Simoncelli. Der Weltmeister setzte sich früh an die Spitze und beherrschte das Geschehen. Doch als ihm gegen Rennmitte Aoyama und Bautista immer mehr auf die Pelle rückten, machte der Italiener einen eintscheidenden Fehler. Einen heftigen Drift fing er zwar ab, aber riss sich dabei beim Ritt über den Randstein den Vorderreifen kaputt. Simoncelli musste sich ein neues Vorderrad abholen und fuhr anschließend weit hinten.

Zuerst nutzte Aoyama die Gunst der Stunde und konnte sich an der Spitze zeitweise recht deutlich absetzen. Doch ging der heiße Ritt durch Motegi offenbar zu stark auf die Reifen. Bautista hatte seine Pneus mehr geschont und rückte dem Japaner immer näher. Über viele Runden fuhren die beiden anschließend im Doppelpack, weil sich Aoyama mit allen Mitteln zu wehren versuchte, doch sieben Runden vor Schluss zog der Spanier vorbei und konnte souverän den Sieg ins Ziel bringen.

Auf Rang drei fuhr Mattia Pasini ein starkes Rennen. Der Italiener setzte seine gute Ausgangsposition aus der ersten Startreihe perfekt um, hielt sich aus allen Scharmützeln heraus und fuhr ein einsames Rennen völlig unbedrängt nach Hause. Gabor Talmacsi sicherte sich nach phasenweise hartem Duell den fünften Rang vor Alex Debon. Shuhei Aoyama brachte einen tollen sechsten Rang ins Ziel, den er allerdings von Ratthapark Wilairot geerbt hatte, der kurz vor Schluss heftig abflog. Tom Lüthi wurde hinter Lukas Pesek Achter.

Ein regelrechtes Motegi-Drama erlebten die beiden Überraschungsmänner aus Katar. Hector Barbera fiel gleich beim Start extrem weit zurück und kämpfte mit scheinbar stumpfer Waffen im gesamten Rennen nur im hinteren Mittelfeld. Jules Cluzel schaffte es nur drei Runden weit. Im Zweikampf mit Roberto Locatelli übertrieb es der Zweite aus Katar und riss den Italiener gleich mit in den Kies. Auch Mike di Meglio, Hector Faubel und Axel Pons flogen früh ab.

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