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Casey Stoner gelang mit Rang vier zumindest eine Schadensbegrenzung © Ducati

Ducati verlässt Motegi mit gemischten Gefühlen: Casey Stoner holte mit Rang vier wichtige Punkte, für Nicky Hayden war das Rennen aber gleich beendet

Das große Feiern blieb diesmal Konkurrent Yamaha überlassen, Ducati muss mit gemischten Gefühlen aus dem japanischen Moetgi abreisen. Casey Stoner konnte den vierten Platz und damit 13 wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft holen. Und das, obwohl der Australier im Rennen starke Vibrationen an seiner Vorderbremse hatte. Teamkollege Hayden war wieder einmal vom Pech verfolgt. Gleich in der ersten Runde wurde er von Rookie Yuki Takahashi von der Piste gerammt. Dabei bekam der Amerikaner einen heftigen Schlag auf seinen in Katar verletzten Rücken, glücklicherweise wurde der Schaden nicht größer.

Stoner startete aus der ersten Reihe, fiel aber in der ersten Runde zunächst zurück auf Rang sechs, dann verlor er eine weitere Position. Doch er kämpfte sich entschlossen zurück. Zwei Runden später überholte er Marco Melandri, dann sofort Chris Vermeulen. Zwei Runden vor Schluss konnte er sich dann auch noch an Andrea Dovizioso vorbeischieben. Nach seinem fulminanten Auftaktsieg in Katar ist Stoner in der Fahrerwertung nun zurückgefallen auf den dritten Platz, drei Punkte hinter Rennsieger und Gesamtleader Jorge Lorenzo und zwei Punkte hinter Valentino Rossi.

"Wir hatten die gleichen Probleme wie wohl alle anderen, denn wir hatten nicht genügend Zeit, um die Maschine abzustimmen", klagte Stoner über die verkürzte Trainingszeit. "Aber alles in allem konnten wir zumindest bei den Rundenzeiten mit den Topleuten mithalten - wir haben einfach am Start zuviel Zeit verloren. In der Aufwärmrunde hatte ich viel Chattering an den Vorderbremsen. Deshalb war ich in den ersten fünf oder sechs Runden nicht besonders selbstsicher."

"Ich wusste wirklich nicht, was ich tun soll", fuhr Stoner fort. "Ich konnte nicht da bremsen, wo ich wollte und ich hatte kein Vertrauen. Vielleicht hätte ich schneller fahren können, aber ich weiß nicht, wie sicher das gewesen wäre. Egal - ich habe am Anfang des Rennens viele Plätze verloren und habe dann zu lange gebraucht, um mich zurückzukämpfen. Leider war ich ein bisschen zu spät wieder an der Spitzengruppe dran."

Er habe versucht, so konstant wie möglich zu fahren, erklärte der Australier: "Als ich dann auf Andrea aufgeschlossen habe, habe ich ein bisschen mehr attackiert, weil ich die Chance sah, ihn zu überholen. Damit war das Rennen nicht völlig verloren, wir haben nicht allzu viele Punkte verloren und es war ein viel besserer Start in die Saison als im vergangenen Jahr. Deshalb können wir durchaus positiv ins nächte Rennen gehen."

Für Teamkollege Hayden war der Crash "genau das, was wir überhaupt nicht brauchen konnten". Der Amerikaner berichtete: "Ich hatte einen guten Start und habe glaube ich ein paar Plätze gut gemacht. Aber eingangs der Haarnadel - ich war auf meiner Linie - hat mich Takahashi einfach von der Maschine geholt. Es gab keine Vorwarnung - ich habe nicht einmal etwas gehört! Ich bin genau dort auf den Rücken geknallt, wo ich ihn mir in Katar verletzt habe und meine Kombi und mein Helm haben an genau denselben Stellen Schrammen. Es ist schade, denn ich hatte ehrlich das Gefühl, dass wir Fortschritte machen."

"Was für ein seltsames Wochenende. Und das Wetter hat sicher nicht weitergeholfen, aber das war für alle das Gleiche", kommentierte Teamchef Livio Suppo. "Casey hat eine großartige Performance hingelegt. Er hat gezeigt, wie gut er auch mit Problemen fahren kann. Wie viel Pech Nicky gehabt hat, kann man mit Worten nicht beschreiben ... Leider passiert so etwas im Rennsport und das Wichtigste ist, dass er sich nicht weiter verletzt hat."

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