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Casey Stoner hofft, dass er in Jerez von den guten Wintertests profitieren kann © Bridgestone

Casey Stoner hatte bisher bei in Jerez nicht allzu viel Glück, doch die Testfahrten stimmen ihn optimistisch - Nicky Hayden hofft auf Ende der Pechsträhne

Zwei Rennwochenenden voller Wetterkapriolen hat die MotoGP in dieser Saison bereits hinter sich, nach Katar und Japan geht es nun zurück auf den "alten Kontinent". Bereits am kommenden Wochenende steht im spanischen Jerez das nächste Rennen an. Ducati-Pilot Casey Stoner legte mit dem Sieg in Katar und dem vierten Platz in Motegi seinen bisher besten Saisonstart in der MotoGP hin. In der Gesamtwertung liegt der Australier auf Platz drei, drei Punkte hinter Spitzenreiter Jorge Lorenzo (Yamaha).

Sein neuer Teamkollege Nicky Hayden hatte im bisherigen Saisonverlauf weniger Glück. Zum einen hatte er noch Schwierigkeiten, sich an sein neues Motorrad zu gewöhnen, zum anderen kamen noch Unfälle dazu. So wie zuletzt in Motegi, wo ihn Yuki Takahashi gleich in der ersten Runde von der Piste rammte. Der Amerikaner ist jedoch davon überzeugt, dass er auch in Japan Fortschritte gemacht hat und freut sich nun auf Spanien.

"In den ersten beiden Rennen konnte Casey sein Talent und seine Reife zeigen, während Nicky wirklich Pech hatte", erklärte Ducati-Teamchef Livio Suppo. "Es wird für alle ein hartes Wochenende, denn nach nur vier Tagen Pause nach dem Rennen in Japan müssen die Jungs am anderen Ende der Welt schon wieder auf die Strecke. Hoffentlich ist das Wetter zum ersten Mal in dieser Saison nett zu uns, damit wir die Trainings bei konstanten Bedingungen optimal nutzen können."

Stoner hat allerdings eine gespaltene Beziehung zu Jerez, bisher lief es dort für den Australier nicht besonders gut. Dieses Jahr soll die Wende bringen: "Bei den dortigen Wintertest haben wir gut gearbeitet und konnten einige schnelle Zeiten hinlegen, das wollen wir als Basis für ein positives Wochenende nutzen", sagte Stoner.

"Man braucht auf dieser Strecke ein gutes Handling und ein Bike, mit dem man schnell in die Kurven fahren und dann gleich wieder Gas geben kann. Zudem braucht es eine gute Stabilität", erklärte der Australier weiter. "Ich denke, dass wir in diesem Bereich mit der GP9 einen Schritt nach vorn gemacht haben. Solange wir kein schlechtes Wetter haben oder andere Rückschläge erleiden, sollten wir ein gutes Setup für Jerez finden. Einige der Strecken, die uns besser liegen, kommen in dieser Saison erst noch. Aber wir bleiben konzentriert und arbeiten daran, weitere gute Ergebnisse zu sammeln. Der Start in die Saison lief für uns in diesem Jahr besser als im vergangenen Jahr, jetzt müssen wir schauen, dass es so weitergeht."

Teamkollege Hayden leugnet nicht, "dass es ein harter Start in diese Saison war, vor allem in Japan. Aber man muss weitermachen und nach vorne schauen." Für Hayden lief der Jerez-Test im März nicht so gut wie für Stoner, aber: "Die Dinge sind jetzt anders. In Motegi hatte ich das Gefühl, dass die Kommunikation innerhalb des Teams besser geworden ist, wir arbeiten besser als Gruppe zusammen. Deshalb komme ich positiv gestimmt nach Jerez."

Nur eines möchte sich Hayden überhaupt nicht vorstellen müssen: "Dass es in Jerez wieder regnet! Im Moment ist der Wetterbericht gut, aber es scheint fast so, als ob irgendjemand da oben die MotoGP-Fahrer gern im Nassen sieht! Spaß beiseite - es wäre schön, ein 'normales' Wochenende zu haben, damit wir richtig mit der Maschine arbeiten können. Ich will, dass diese Saison für mich endlich richtig anfängt!"

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