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Marc vDS schrammte in Jerez haarscharf am ersten Punkt in der Moto2 vorbei © Marc VDS

Marc-VDS-Teamchef Michael Bartholemy ärgert sich etwas über einen verpassten möglichen Punktegewinn im Rennen in Jerez

Mit Platz 16 im Grand Prix von Spanien am Sonntag versäumte das Marc-VDS-Team die ersten Moto2-WM-Punkte denkbar knapp. Scott Redding fehlten bei der Zieldurchfahrt nur 0,2 Sekunden auf den 15. Rang. Über weite Teile der Renndistanz war der Engländer in einen Dreikampf mit Stefan Bradl und Anthony West verwickelt, die in dieser Reihenfolge die letzten Positionen in den WM-Punkterängen belegten. Teamchef Michael Bartholemy sieht Reddings Startplatz als Grund für das Rennergebnis.

"Scotts 16. Platz resultiert daraus, wenn man vom 26. Startplatz in das Rennen gehen muss", so der Belgier. "Den Großteil seines Rückstandes auf die Erstplatzierten hat er in den ersten Runden aufgerissen, als er sich durch das Feld nach vorne kämpfte. In weiterer Folge ist der Rückstand nur mehr minimal angewachsen, da Scott phasenweise in der Lage war, ähnliche Rundenzeiten wie die Spitzengruppe zu fahren."

"Im Generellen ist das Qualifikationstraining ein Problem", so Bartholemy weiter. "Es muss uns gelingen, bessere Startplätze zu erreichen. Und wir müssen Scott dazu bringen, sich nicht selbst derart unter Druck zu setzen. Er muss wieder lockerer werden, so dass er wieder befreit Motorradfahren kann." Das Rennen in Jerez sollte aber auch eine Lehrstunde für Redding gewesen sein.

"Viel wichtiger ist aber, dass es Scott jetzt verstanden hat: Wenn wir ein Problem haben, muss er auch einen Teil zur Lösungsfindung beitragen", so der Teamchef. "Er hatte im Rennen die gleichen Probleme wie schon in den Trainings an den Tagen zuvor, aber er hat sich diesen erfolgreich gestellt. Das war eine wichtige Lektion und auch eine, die für ihn in der Zukunft sehr wichtig sein wird."

Teamkollege Héctor Faubel wurde früh durch einen unverschuldeten Sturz aus dem Rennen gerissen. "Es tut mir für Héctor leid", meint Bartholemy. "Er hat sich in jeder Session gesteigert und er hätte im Rennen ein gutes Resultat erreichen können, wäre er nicht Baldolinis Crash unschuldig zum Opfer gefallen. Aber ich blicke Le Mans zuversichtlich entgegen, wo er ganz sicher ein Stück weiter zu den schnellsten Fahrern aufschließen wird."

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