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Tom Lüthi hat seine fahrerischen Qualitäten in Jerez bewiesen © Interwetten

Daniel Epp ist von der Leistung seines Schützlings Tom Lüthi in Jerez begeistert und spricht von weltmeisterlichen Qualitäten

In Assen 2008 stand Tom Lüthi das letzte Mal auf dem Podest. In Jerez zeigte der Schweizer ein starkes Rennen, ging sogar als Führender in die letzte Runde und wurde schließlich Dritter. Dabei profitierte der 125er-Weltmeister von 2005 vom Abbruch in der ersten Runde, denn mit einem schlechten Start war er auf den 14. Platz zurückgefallen. Beim zweiten Startversuch setzte sich der 23-Jährige in der hart umkämpften Moto2 sofort in der Spitzengruppe fest.

"Eigentlich muss ich mich bei Shoya Tomizawa für seinen Ölverlust bedanken", wird Lüthi im 'Blick' zitiert. Die ersten beiden Moto2-Rennen haben gezeigt: wer nicht von Beginn an vorne dabei ist, hat kaum Chancen auf einen Podestplatz. "Ich bin sehr glücklich. Mein ganzes Team hat in den letzten Monaten extrem hart gearbeitet. Es ist super, dass ich mich mit einem Podium bei all diesen Leuten bedanken kann", freut sich Lüthi, der nun in der Gesamtwertung Dritter ist.

In den vergangenen beiden Jahren lief es für den Schweizer in der 250er-Klasse überhaupt nicht rund. Fragen nach seiner Motivation, der Arbeitseinstellung und seinem Verbleib in der Weltmeisterschaft wurden laut. Die Anpassung auf die 600er-Viertakter ist dem Emmentaler gelungen. Aufgrund vieler Standardteile kann der Fahrer mit seinem Talent den großen Unterschied machen. Hier zeigt Lüthi, dass er nicht umsonst den Platz auf der Moriwaki erhalten hat.

Sein Mentor und Manager Daniel Epp war nach dem großartigen Resultat zufrieden und traut seinem Schützling noch einiges zu. "Es scheint, dass wir den alten Tom zurückbekommen haben. Er ist ein fantastisches Rennen gefahren, hat gekämpft wie ein Löwe. In dieser Form kann er sogar Weltmeister werden."

Epp bringt in dieser Saison mit Hiroshi Aoyama erstmals ein Team in der MotoGP an den Start. Bisher ist der Japaner noch Einzelkämpfer. Ist eine zweite Honda für Lüthi geplant? "Es ist unser Ziel, irgendwann in die MotoGP zu wechseln. Aber nicht um jeden Preis. Im Moment deutet einiges darauf hin, dass ein Engagement in der Königsklasse ab dem Jahr 2012 aufgrund von Regeländerungen weniger Geld kosten wird." Bis dahin hat Lüthi ein Ziel: den Weltmeistertitel in der Moto2.

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