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Scott Redding und das Marc-VDS-Team wollen sich in Le Mans in Szene setzen © Marc VDS

Der belgische Moto2-Rennstall Marc-VDS hat sich für Le Mans nur ein Ziel gesetzt: In Frankreich sollen die ersten WM-Punkte eingefahren werden

Mit Platz 16 und einem hauchdünnen Rückstand auf seinem Vordermann verpasste Scott Redding in Jerez den ersten Punktegewinn denkbar knapp. Für den Grand Prix in Le Mans will man mit einer guten Qualifying-Leistung den Grundstein für die erste Zielankunft in den Punkterängen legen. Beide Piloten sind sich darüber im Klaren, dass einem guten Startplatz am Bugatti Circuit eine überaus wichtige Bedeutung zukommt. Der ehrgeizige Teamchef Michael Bartholemy bringt aber noch einen anderen Umstand mit ins Spiel.

"Unser GT1-Team hat mit dem Sieg im 1.000-Kilometer-Rennen in Spa-Francorchamps einen neuen Maßstab gesetzt", so der 41-jährige Belgier. "Jetzt sind wir an der Reihe, es in der Moto2 gleichzutun. Man muss aber auch realistisch bleiben, denn zu diesem Zeitpunkt der Saison - und speziell für Le Mans - muss der erste Punktegewinn die Zielsetzung für beide Fahrer sein." Bartholemy nimmt dabei vor allem Redding in die Pflicht.

"Scott hat in Jerez begriffen, wie wichtig es ist, einen guten Startplatz zu haben", so Bartholemy weiter. "Der Level der Maschinen und der Fahrer ist in dieser Klasse dermaßen ausgeglichen, dass es im Rennen schwierig ist, Platzierungen gutzumachen. Scott ist sich dessen jetzt bewusst und ich weiß auch, dass er viel darüber nachgedacht hat, wie er sich im Qualifying verbessern kann. Hoffentlich kann er das am Samstag auch umsetzen, damit er sich für das Rennen mit einem Startplatz in den ersten drei Reihen eine gute Ausgangsposition verschafft."

Von Héctor Faubel erwartet sich der erfahrene Teamchef, dass sein Pilot in seinem erst dritten Rennwochenende mit der Suter-MMX an die Leistung von Teamkollege Redding anknüpfen kann. "Héctor hat in Jerez bedeutende Fortschritte gemacht. Er startete gut in das Rennen, ehe er schon nach zwei Runden aufgeben musste. Er kommt aber mittlerweile bei Weitem besser mit dem Motorrad zurecht und ich erwarte von ihm, dass er Scott an diesem Wochenende ziemlich unter Druck setzt."

Für Redding ist die erste Schikane ein guter Grund, sich in der Qualifikation weit vorne zu platzieren: "Das ist eine Stelle, auf die man nicht im Mittelfeld einer 40 Piloten starken Meute zufahren möchte", findet der Youngster. "Soviel habe ich in Jerez gelernt: Wenn man von weit hinten startet, ist man das ganze Rennen in Positionskämpfe verwickelt und man verliert enorm viel Zeit auf die vorderen Gruppen. Daher müssen wir schon nach dem Start vorne mit dabei sein."

"Die beste Möglichkeit, dies zu bewerkstelligen, ist natürlich, im Qualifying einen guten Startplatz einzufahren. Ein Start aus den ersten drei Reihen wäre schon in Ordnung - viel besser wäre es natürlich, aus den ersten zwei Reihen wegfahren zu können", meint Redding. "Sollte uns das gelingen - und darauf hoffe ich -, dann sind wir in einer guten Position, um in diesem Rennen unsere ersten WM-Punkte einfahren zu können."

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