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Simone Corsi zählt bei seinem Heimrennen in Mugello zu den Favoriten © Honda

Simone Corsi reist als bestplatzierter Italiener in der Moto2-Gesamtwertung zu seinem Heim-Grand-Prix und freut sich auf die "faszinierende Rennstrecke"

Simone Corsi hat als Aufsteiger aus der 125er-Klasse den Umstieg auf die schwerere 600ccm-4-Takt-Moto2 scheinbar mühelos bewältigt. Mit einem feinen dritten Platz aus Le Mans im Gepäck kommt der Römer in Hochform nach Mugello. Nach drei Grand Prix belegt er den dritten Rang in der WM-Wertung. Mit jedem Test und Rennen ist ihm eine wesentliche Leistungssteigerung gelungen. Vor heimischen Fans gehört der JIR-Moto2-Pilot an diesem Wochenende zu den Favoriten auf den Tagessieg. In Mugello stand Corsi bereits zwei Mal auf dem Podium - 2002 als Sieger und 2007 als Dritter jeweils im Rennen der 125er-Klasse.

"Mugello war schon immer ein aufregendes Rennen", so der 23-jähriger Römer. "Wahrscheinlich weil es eine der faszinierendsten Rennstrecken ist, oder auch deshalb, weil es mein Heim-Grand-Prix ist. Jedenfalls ist es dieses Mal umso mehr motivierender, weil wir als WM-Dritter nach Mugello reisen. Die Naturtribünen entlang dem Circuit werden wieder von den Fans vollbesetzt sein. Darauf freue ich mich besonders. In dieser Atmosphäre schaffen es die italienischen Fans uns zusätzlich anzuspornen."

"Ich bin im Moment mit allem zufrieden und fühle mich auch sehr relaxed", so Corsi weiter. "Das Podium in Le Mans war erstklassig. Es zeigt auch, dass sich die harte Arbeit des Teams bezahlt macht und belegt auch unsere kontinuierlichen Fortschritte seit dem ersten Rennen." Für den Grand Prix von Italien schraubt er die eigenen Erwartungen nach oben.

"Ich bin mir sicher, dass ich auch in Mugello eine gute Leistung liefern kann. Unser Ziel ist es, das Rennen zu gewinnen. Aber eigentlich liegt uns vielmehr daran, uns weiter zu verbessern. Unser Hauptaugenmerk gilt der Weltmeisterschaft, daher ist es wichtig möglichst viele Punkte zu sammeln", sagt er. Auch Corsi will sich dahingehend im Qualifikationstraining steigern: "Wir müssen hart an unserer Performance im Qualifying arbeiten, damit wir an der Spitze in das Rennen starten und uns dadurch keiner enteilen kann."

Corsi weiß aber auch Interessantes zu seiner Vorbereitung in der Zeit zwischen den Rennen zu berichten. Im Gegensatz zu einigen seiner Berufskollegen kann er sich für Motocross-Training wenig begeistern. "Meine Fitness halte ich mit einigen Laufeinheiten auf Trab. Und auch mit Kart-Rennen. Motocross hingegen gefällt mir weniger. Ich finde das zu gefährlich", meint Corsi, der seinen Lebensunterhalt als Fahrlehrer verdient.

"In den Pausen zwischen den Rennen arbeite ich als Instruktor im Motodromo in Castelletto di Branduzzo", berichtet er. "Ich bin dort der Fahrlehrer, denn ich brauche auch ein ständiges Einkommen. Moto2 ist für mich nur Spaß."

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