vergrößernverkleinern
Sergio Gadea bescherte Pons-Kalex in Mugello das erste Moto2-Podium © KALEX

Der deutsche Chassishersteller Kalex konnte in Mugello den bisher größten Erfolg feiern: Sergio Gadea holte als Zweiter den ersten Podiumsplatz in der Moto2

Das bisher erfolgreichste Wochenende in der kurzen Geschichte des deutschen Chassisherstellers Kalex fand am vergangenen Wochenende beim vierten Lauf zur Moto2-Weltmeisterschaft im italienischen Mugello statt. Sergio Gadea vom spanischen Pons-Team erzielte mit dem zweiten Platz im Rennen die erste Podiumsplatzierung auf einem Kales-Moto2-Motorrad.

Schon in den Trainings und im Qualifying zeigten Sergio Gadea und auch Axel Pons die Extraklasse, die in ihnen und im Motorrad steckt. Nachdem sich Gadea am Samstag im Freien Training im letzten Moment an die oberste Position der Ergebnistabelle katapultierte, war die Konkurrenz natürlich gewarnt. Am Nachmittag im Qualifying konnte man zwar die Pole-Position nicht verteidigen, aber mit dem sechsten Startplatz durch Gadea und dem sensationellen achten Platz von Rookie Axel Pons erzielte man erneut ein hervorragendes Teamergebnis.

Im Rennen gab es auf der einen Seite wirklich etwas zu feiern - auf der anderen Seite musste Pons sein Motorrad schon nach wenigen Runden mit einem Defekt in der Elektrik am Rand der Strecke abstellen. Auch dies war eine Premiere, wenn auch eine etwas traurige, denn Pons schlug sich das ganze Wochenende sehr gut und man sieht besonders bei ihm die von Rennen zu Rennen ansteigende Leistungskurve.

Für den Grund zu feiern sorgte dann Gadea im weiteren Verlauf des Rennens, in dem es dem Italiener Andrea Iannone gleich von Anfang an gelang, sich an der Spitze des Feldes abzusetzen. Er fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg heraus. Um den zweiten Platz auf dem Podest entbrannte dagegen ein sehr heißer Kampf. Die ständigen Überholmanöver und Duelle Rad and Rad gingen über das gesamte Rennen. Durch einen intelligenten Schachzug in der letzten Runde brachte sich Gadea vor der entscheidenden letzten Kurve in die richtige Position und konnte dadurch Simone Corsi noch kurz vor der Ziellinie aus dem Windschatten heraus abfangen.

"Das war ein sehr hartes und schweres Rennen, es war ein Kampf bis aufs Messer. Zum Schluss konnte ich Simone Corsi noch überlisten und kam ganz knapp vor ihm über die Ziellinie", berichtet Gadea. "In der Moto2-Klasse auf dem Podium zu stehen fühlt sich noch besser an als in der 125er-Klasse."

Teamkollege Pons bilanziert: "Mein Start war nicht so gut und ich verlor ein paar Positionen. Aber ich wollte nicht denselben Fehler wie in Le Mans machen und in einer stabilen Position starten. Ich hatte mir vorgenommen, zuerst die Lage zu sondieren und dann mein Rennen zu fahren - was auch hervorragend funktionierte. Leider wurde ich dann von einem Defekt gestoppt, das war schade. Ich muss aber ganz klar sagen, dass es ein tolles Wochenende war. Die Freien Trainings verliefen super und mit dem achten Platz im Qualifying erzielte ich die beste Startposition meiner bisherigen Karriere. Ich möchte mich beim ganzen Team und auch bei Kalex dafür bedanken, ohne sie wäre diese Leistung nicht möglich."

Lob vom Chef

"Dieses Ergebnis ist die Bestätigung für alle an diesem Projekt beteiligten Personen", freut sich Teaminahber Sito Pons. "Kalex und das Pons-Team, einfach alle, die schon immer an dieses Projekt glauben und beteiligt sind, arbeiten sehr hart für diesen Erfolg. Auch die Auswahl der Fahrer war vor der Saison sehr schwer, aber wir vertrauen in unsere Arbeit und wurden nun dafür belohnt. Für Axel tut es mir leid. Wie er sich von Rennen zu Rennen steigert, ist bemerkenswert, leider konnte er durch den Defekt in der Elektrik sein Potenzial im Rennen nicht mehr zeigen. Aber es wird für ihn noch viele Rennen geben, in denen er zeigen kann, was er drauf hat."

"Sergio fuhr ein fantastisches Rennen, er machte das, was für einen Fahrer mit am wichtigsten ist: Er fuhr ein sehr intelligentes Rennen und nutzte die ihm zur Verfügung stehende Technik genau im richtigen Moment, um den Kampf in der Verfolgergruppe für sich zu entscheiden", lobt der Chef. "Das freut mich besonders, denn es zeigt, dass wir uns für die richtigen Fahrer entschieden haben."

"Der Erfolg hatte sich schon das ganze Wochenende abgezeichnet, als Sergio und Axel in den freien Trainings schon gut vorne mit dabei waren", erklärt Kalex-Konstrukter Alexander Baumgärtel. "Axel hat wieder einen riesigen Schritt gemacht, Sergio war auch immer ganz vorne mit dabei. Für das Qualifying hatte es nicht ganz gepasst, aber im Rennen hat er seine Erfahrung ausgespielt und gewartet, um nicht als Erster in die Zielgerade einzubiegen. Ein alter Fuchs. Axel ist durch einen Defekt in der Elektrik ausgefallen, schade für ihn. Auch er hatte bis dahin einen guten Speed. Ein gutes Wochenende für Kalex, für Pons, einfach toll."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel