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Dem Feld enteilt: Andrea Iannone raste in Mugello vorneweg und zum Moto2-Sieg © Honda

Andrea Iannone erreichte in Mugello ein Novum in der neuen Moto2-Klasse: Pole-Position, Sieg und schnellste Rennrunde für den Italiener

Andrea Iannone gelang im Grand Prix von Italien, was in der eng umkämpften Moto2-WM so nicht zu erwarten war: Die Nachfolge-Kategorie der 250er Klasse steht bekanntlich im Zeichen von Spannung und Dramatik vom Start bis zur Ziellinie. Es wird auf Teufel-komm-raus um jede Position gekämpft. Am vergangenen Sonntag jedoch degradierte der 20-jährige Italiener die Konkurrenz zu Statisten. Wie vom Blitz getroffen enteilte er dem Feld.

Schon in der zweiten Runde fuhr er in 1:55.598 Minuten die schnellste Rennrunde. Diese Marke war nur 0,049 Sekunden langsamer als seine Rundenzeit für die Pole-Position. Damit war Iannone auch über eine halbe Sekunden schneller als Shoya Tomizawa, der sich die zweitschnellsten Rennrunde gutschreiben ließ. Der Japaner fuhr diese ebenfalls im zweiten Umlauf.

"Es ist einfach unglaublich, von der Pole-Position zu starten und hier in Mugello das Rennen zu gewinnen", so Iannone. "Ich werde diesen Tag nie vergessen. Es war ein schwieriges Rennen, aber dafür auch umso großartiger. Für mich ist es erst das zweite Mal, dass ich auf Pole-Position stand, im Rennen die schnellste Runde gefahren bin und den Grand Prix gewonnen habe."

"Dies war nur dank meines Motorrads möglich, das einwandfrei funktioniert hat. Ich hatte ein großartiges Gefühl damit. Ich war jederzeit in der Lage, ans Limit zu gehen, und hatte in jeder Phase des Rennens alles unter Kontrolle", beschreibt er seine Eindrücke. "Das Team, meine Mechaniker, mein Chefmechaniker und alle, die mit mir arbeiten - wir haben toll zusammen gearbeitet. Durch ihr Engagement wurde dieser Erfolg erst möglich."

Iannone, der nach dem vierten Platz in Le Mans und dem Sieg in Mugello schon auf Platz fünf in der Punktetabelle liegt, hofft darauf, seine Hochform beibehalten zu können. "Hoffentlich geht es mit ähnlich guten Resultaten weiter. Silverstone ist für alle Neuland und soll unglaublich schnell sein. Dort werde ich meine S-10 wieder ordentlich fliegen lassen. Mit einem weiteren Topergebnis könnte ich zu den Führenden der Meisterschaft aufschließen."

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