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Shoya Tomizawa startete als Schnellster in das Wochenende in Silverstone © Honda

Shoya Tomizawa sicherte sich die Bestzeit im ersten Training in Silverstone, während Arno Tode als Neunter bester deutscher Fahrer war

Weil es freitags nur noch ein Freies Training gibt, wäre es für die Moto2-Piloten immens wichtig gewesen, auf der neu in den Rennkalender aufgenommenen Strecke in Silverstone produktiv testen zu können, doch stattdessen regnete es während der ersten 60 Minuten dieses Rennwochenendes. Das erschwerte die Rennvorbereitungen massiv.

Vor allem war es schwierig, wertvolle Daten und Erkenntnisse zu sammeln, weil es mal stärker, mal weniger stark regnete. Dennoch wurden die Rundenzeiten stetig besser - und am Ende fuhr Shoya Tomizawa (Suter) in 2:28.020 Minuten Bestzeit. Zum Vergleich: Die 125er waren bei trockenen Bedingungen um mehr als zehn Sekunden schneller gewesen. Insofern ist verwunderlich, dass es nicht zu mehr Stürzen kam.

Sturz von de Angelis

Eines der wenigen Opfer war in der letzten Minute der Session Alex de Angelis (Force GP2), der dennoch mit 1,169 Sekunden Rückstand Fünfter wurde. Bereits zuvor hatte es den Russen Vladimir Leonov (Suter) erwischt, aber der Kiefer-Pilot konnte weiterfahren und später wieder ins Trainingsgeschehen eingreifen. Letztendlich belegte er noch die starke 13. Position, sogar vor seinem Teamkollegen Stefan Bradl (31./+5,180).

Der hatte sich vor Beginn des Trainings noch viel ausgerechnet: "Das Training ist sehr wichtig, damit man für das Qualifying eine gute Ausgangsposition hat. Daran muss ich noch ein bisschen arbeiten, aber man wird sehen, wie das Rennen dann verläuft", so Bradl. Für Sonntag visiere er "ein gutes Ergebnis" an, was konkret eine Zielankunft "in den Top 8" bedeute.

Bester Deutscher war aber letztendlich Arne Tode (Suter) vom Racing Team Germany als Neunter. Tode lag zwischenzeitlich sogar kurz in Führung und büßte am Ende 1,638 Sekunden auf Tomizawa ein. Silverstone gefällt ihm "super, ein absoluter Highspeed-Kurs", schwärmt der WM-Rookie. "Die Strecke ist noch nicht in optimalem Zustand, aber wenn sie einmal Grip hat, wird sie richtig Spaß machen." Sein Motto für das Wochenende lautet: "Pokal statt Spital!"

West hofft auf Regen

Ähnlich wie Tode kannte auch Anthony West die Strecke in Silverstone schon, was ihm heute von Anfang an zu konkurrenzfähigen Zeiten verhalf. Der MZ-Pilot blieb zwar eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit, belegte aber den zweiten Platz und quittierte diesen mit einer geballten Faust. Die weiteren Top-5-Plätze sicherten sich Xavier Siméon (Moriwaki), Karel Abraham (FTR) und de Angelis.

"Es war wirklich nass, was es ziemlich schwierig macht, die Strecke zu lernen", zieht Regenspezialist West eine erste Zwischenbilanz. "Die neue Strecke ist aber viel schöner als die alte, sie haben viele Bodenwellen weggemacht. Ich fühle mich im Regen sehr wohl und hoffe, dass es auch am Sonntag regnet. Wenn das Wetter so bleibt, können wir sehr gut aussehen."

Bestplatzierter deutschsprachiger Pilot war übrigens Dominique Aegerter (Suter/+1,344) als Achter; Tom Lüthi (Moriwaki/+1,725), zwischenzeitlich Zweiter, wurde Elfter. Interessant: Während die Zeitabstände in der 125er- und MotoGP-Klasse bei trockenen Bedingungen verhältnismäßig groß waren, ging es in der Moto2-Klasse zumindest für eine nasse Fahrbahnoberfläche recht eng zu...

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