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Ratthapark Wilairot sicherte sich in Assen überraschend den zweiten Startplatz © Honda

Andrea Iannone (Speed Up) hat sich die Pole-Position für das Rennen in Assen gesichert - Viele Stürze bei der Moto2 - Schlüsselbeinbruch bei Alex Debón.

Die Moto2-Qualifikation von Assen hielt keine entscheidende Trendwende an der Spitze des Feldes bereit: Nach zwei Trainingsbestzeiten raste Andrea Iannone (Speed Up) auch im Qualifying ganz nach vorne und schnappte sich die Pole-Position in den Niederlanden. Der Italiener umrundete den TT Circuit in 1:39.092 Minuten und war damit knapp drei Zehntel schneller als seine schärfsten Verfolger.

Überschattet wurde das Zeittraining allerdings von mehreren Stürzen. Bereits nach wenigen Minuten erwischte es den bis dato Führenden Alex Debón (FTR): Der spanische Rennfahrer schlängelte sich in Assen durch den Verkehr, kam etwas über den Randstein hinaus und kollidierte schließlich mit dem langsamen Ratthapark Wilairot (Bimola), der eigentlich überhaupt nicht im Weg stehen wollte.

Der Thailänder hatte sein Tempo stark reduziert und war an den äußersten rechten Streckenrand gefahren - doch just an dieser Stelle wurde nun Debón vorstellig. Die beiden Moto2-Fahrer berührten sich leicht, wodurch die Maschine des Spaniers in einen Sturz gezwungen wurde, bei dem sich der FTR-Fahrer nach ersten Diagnosen einen Schlüsselbeinbruch zuzog. Wilairot konnte weiterfahren.

Die weiteren Unfälle im Moto2-Starterfeld sollten etwas glimpflicher ablaufen. 24 Minuten vor Schluss rutschten Gábor Talmácsi (Speed Up) und sein Motorrad von der Piste und schlitterten über die asphaltierten Auslaufzonen von Assen. Während das Speed-Up-Bike etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde, überstand Talmácsi seinen Abflug unverletzt, musste aber dennoch aufgeben.

Die Deutschen landen im Mittelfeld

An der Spitze hatte indes Iannone das Kommando übernommen. Der italienische Rennfahrer markierte in 1:39.092 Minuten einen neuen Bestwert, wurde aber wenig später ebenfalls das Opfer eines Sturzes. Dabei wurden zahlreiche Bruchstücke auf dem Asphalt verteilt, sodass die Rennleitung die Session sogar kurzzeitig unterbrechen musste. Auch Iannone blieb augenscheinlich unverletzt.

Unmittelbar vor dem Ende des Zeittrainings legte sich schließlich noch Simone Corsi (JiR) auf den Asphalt der Niederlande - damit war das Sturzfestival von Assen beendet. Hinter Iannone landete Wilairot überraschend auf dem zweiten Platz, Debón kam trotz seines frühen Sturzes auf Rang drei. Shoya Tomizawa (Suter) klassierte sich auf der vierten Position und noch vor Tom Lüthi (Suter).

Damit war der Schweizer zugleich bester deutschsprachiger Moto2-Fahrer, denn Stefan Bradl (Suter) und Arne Tode (Suter) kamen nicht über Mittelfeldplätze hinaus. Bradl holte sich in 1:40.225 Minuten den 16. Startrang unter 40 teilnehmenden Piloten, Tode platzierte sich auf der 21. Position. Der Schweizer Dominique Aegerter (Suter) belegte abschließend den 33. Platz von Assen.

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