vergrößernverkleinern
Andrea Iannone feierte in Assen bereits seinen zweiten Saisonsieg © Honda

Andrea Iannone fährt wie schon in Mugello auch in Assen zu einem überlegenen Sieg - Toni Elias baut als Zweiter seine WM-Führung aus

Spiel, Satz und Sieg: Nach seinen Bestzeiten in allen Trainingseinheiten des Wochenendes setzte sich Andrea Iannone auch im Rennen souverän durch und gewinnt den Moto2-Lauf der Dutch TT in Assen. Wie schon beim vorletzten Rennen in Mugello setzte sich der Speed-Up-Pilot schon kurz nach dem Start vom Rest des Feldes ab und fuhr schnell einen uneinholbaren Vorsprung heraus.

Wesentlich spannender ging es dagegen hinter dem Dominator des Wochenendes zu. WM-Leader Toni Elias erwischte aus der zweiten Reihe einen hervorragenden Start und balgte sich alsbald mit Ratthapark Wilairot um die zweite Position. Der Thailänder war unmittelbar nach dem Start sogar kurzzeitig in Führung gegangen, musste jedoch den resolut vorgehenden Iannone schon nach wenigen Kurven vorbeilassen.

Während Iannone bereits nach anderthalb Runden um 1,6 Sekunden enteilt war, mischte sich neben Elias und Wilairot auch Fonsi Nieto kurzzeitig in den Kampf um Platz zwei ein. Doch der Auftritt des Spaniers war nur ein kurzes Intermezzo. Der Moriwaki-Pilot schoss vom 21. Startplatz rasch nach vorne, fiel aber aufgrund von Motorenproblemen ebenso schnell wieder zurück und musste in der siebten Runde schließlich die Box ansteuern und das Rennen aufgeben.

Anthony West stattete der MZ-Mannschaft eine Runde später ebenfalls einen Besuch ab. Es sollte nicht der letzte sein, denn der Australier nahm nach einer längeren Reparaturpause das Rennen wieder auf, bevor er es schließlich doch vorzeitig beenden musste. Auch Arne Tode bog nach seinem Sturz in der neunten Runde in die Boxengasse ein und gab wenig später auf.

Wenn zwei sich streiten...

Spätestens zur Halbzeit des Rennens war entschieden, wer am Samstagmittag in der Moto2 gewinnen würde. Iannone führt mit über sechs Sekunden Vorsprung und zeigte keinerlei Schwächen. Dahinter waren Elias und Wilairot dagegen rundenlang in einen derart harten Zweikampf verwickelt, so dass der zu dem Zeitpunkt viertplatzierte Tom Lüthi immer näher zu den beiden Streithähnen aufschließen konnte.

Zwei Runden vor Schluss war es dann schließlich soweit: Erst ging Elias zum wiederholten Male am Bimota-Piloten vorbei, kurz darauf folgte Lüthi. Wilairot gab daraufhin noch einmal alles, doch letzten Endes musste er sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Nur 0,083 Sekunden fehlten ihm im Ziel auf den Schweizer.

...freut sich der Dritte

Noch enger ging es im Kampf um den letzten zu vergebenen WM-Punkt zu. Yonny Hernandez und Alex Baldolini rasten in der letzten Runde Seite an Seite auf den Zielstrich zu. Dabei drängte Hernandez seinen Konkurrenten im Rechtsknick unmittelbar vor dem Ziel links von der Strecke und überquerte die Ziellinie zwei Hundertstelsekunden vor Baldolini. Der Italiener beschwerte sich schon, während er noch Mühe hatte, einhändig seine I.C.P.-Maschine im Grünstreifen auf Kurs zu halten.

Drei Plätze dahinter erreichte schließlich auch ein entkräfteter Stefan Bradl das Ziel. Der Kiefer-Pilot, der mit Muskelbeschwerden im Arm ins Rennen gegangen war, verlor erst wenige Runden vor dem Ende den Anschluss an die Gruppe, welche um die Punkteränge kämpfte. Ganz vorne feierte dagegen Iannone, der in der WM-Zwischenwertung einen großen Satz nach vorne macht. Elias baute seinen Vorsprung auf Shoya Tomizawa auf 24 Zähler aus.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel