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Anthony West sehnt einen neuen, leichteren Rahmen für die MZ herbei © MZ

Anthony West feierte mit dem neunten Platz in Barcelona das bislang beste Ergebnis für MZ in der Moto2-Weltmeisterschaft

Bei MZ scheint es langsam aber sicher aufwärts zu gehen. Nachdem Peter Rubatto zur Technik-Mannschaft des jungen Teams dazugestoßen ist, ist offensichtlich ein frischer Wind in der Boxengarage der Sachsen eingekehrt. In Barcelona feierte Anthony West mit Platz nein das bislang beste Ergebnis für MZ.

"Der neunte Platz auf der MZ ist für uns wie ein Sieg", so West. "Das war das härteste Rennen des Jahres für mich, obwohl ich bei jedem Rennen auf dem Motorrad mein Bestes gegeben habe. Wir kämpften mit einigen Setup-Problemen und zeitweise sah es danach aus, als müssten wir schon glücklich darüber sein, das Motorrad überhaupt an den Start zu bringen."

Das Übergewicht des MZ-Rahmens soll bald der Vergangenheit angehören. Der Franzose Martial Garcia hat einen neuen Gitterohr-Rahmen aus Aluminium entworfen, der in der kommenden Woche im Motorland Aragón getestet wird. "Wenn das Garcia-Fahrwerk auf Anhieb funktioniert, werden wir damit in zwei Wochen auf dem Sachsenring antreten", so Teamchef Martin Wimmer.

"Wenn nicht, testen wir noch vor dem Sachsenring unser eigenes neues Chassis in Brünn, weil wir von der Strecke schon Vergleichsdaten haben", erklärt Wimmer, der im eigenen Werk in Hohndorf parallel zur Garcia-Entwicklung einen neuen, leichteren Stahlrahmen entwerfen ließ.

West wünscht sich jedenfalls eine Verbesserung - so oder so. "Noch haben wir zwölf Kilo mehr Gewicht als alle anderen an Bord", so der Australier. "Das nächste Rennen ist am Sachsenring, also ein Heimrennen für MZ und deshalb auch für mich. Ich hoffe, dass wir die Maschine bis dahin noch verbessern können und wieder so ein gutes Ergebnis möglich ist."

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