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Arne Tode hat für das Rennwochenende in Brünn neue Teile erhalten © RTG

Arne Tode fuhr im ersten freien Training in Brünn mit dem neuem Rahmen von Suter die zehntschnellste Rundenzeit

Arne Tode hat das bekommen, was er wollte. Schon beim Test im Motorland Aragón vor etwas mehr als einem Monat war er über den Weiterentwicklungsprozess bei seinem Fahrwerkshersteller Suter schlichtweg begeistert. Mit dem neuen Update am Rahmen hat man den richtigen Weg eingeschlagen. Der 25-Jährige brauchte aber in der ersten Session am Freitagnachmittag einige Runden, um sich erst wieder einzufahren.

"Anfangs hatte ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt auf dem Motorrad", so Tode. "Es fühlte sich alles sehr schwammig an und ich habe auch irgendwie keine Verbindung zu den Gegebenheiten aufbauen können. In der ersten Phase dachte ich mir auch mehrmals, 'oh Mann, bist du langsam'. Aber ein Blick auf den Zeitenmonitor zeigte mir, dass die Konkurrenz auch noch nicht ganz ausgeschlafen ist."

"Nachdem wir einen komplett neuen Rahmen bekommen haben, legte ich meine Konzentration voll und ganz auf das Chassis, um es zu verstehen zu lernen", so Tode weiter. "Dabei handelt es sich um genau die gleichen Weiterentwicklungen, die ich schon in Aragón testen durfte. Im ersten Training haben wir uns mehrheitlich damit beschäftigt, um es durchzuchecken wie das Motorrad grundsätzlich funktioniert, damit wir den eigenen Vorstellungen entsprechend abstimmen können. Definitiv sind aber diese Neuerungen der richtige Schritt."

Tode muss aber auch erst das Vertrauen in das neue Paket finden. "Nach wie vor arbeiten wir noch daran, um das richtige Feedback zu bekommen. Diesbezüglich sind wir von einem Optimal-Zustand noch weit entfernt. Das liegt aber hauptsächlich an der Dämpfung, die wir haben. Gegen Ende der Session haben wir aber noch einiges geändert, worauf sich die Angelegenheit auch wesentlich verbessert hatte. Wir müssen aber noch unser Setting auf das neue Chassis besser anpassen."

Nach dieser arbeitsreichen Trainingssitzung war er letztendlich aber mit der Platzierung zufrieden. "Platz zehn war angesichts der Umstände gut", meint Tode. "Ich bin auch deshalb zufrieden, weil ich weiß, es ist noch sehr viel Luft nach oben. Ich hatte auch die Gelegenheit, Tomizawa etwas genauer zu studieren. Ich konnte ihm ganz entspannt eine Zeit lang vor mir beobachten. Dabei merkte ich sehr rasch, dass ich eigentlich schneller bin als er. Von diesem Standpunkt betrachtet kann ich nur zufrieden sein. Ich freue mich aber auch sehr darüber, dass Eskil mir es überhaupt ermöglicht hat, dieses Chassis einsetzen zu können. Auf diese Sache hatte ich von Anfang an riesigen Bock darauf."

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