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Toni Elias feierte in Brünn seinen vierten Saisonsieg in der Moto2-WM © Gresini

Toni Elias gewinnt der Grand Prix von Tschechien - Yuki Takahashi schnappt Andrea Iannone kurz vor Schluss Platz zwei weg

Was für ein Wochenende für Toni Elias: Für das erste Freie Training am Freitag war der Gresini-Pilot nach seiner Testfahrt in Misano während der Sommerpause noch gesperrt worden. Doch auch mit einer ganzen Trainingseinheit weniger war Elias an diesem Wochenende nicht zu schlagen, der Spanier gewann das Rennen am Sonntagmittag vor Yuki Takahashi und Andrea Iannone. Der Sieg war gleichbedeutend mit der 100. Podiumsplatzierung im Grand-Prix-Sport für das Gresini-Team.

Im Gegensatz zum Rennen der 125er-Klasse schien während des gesamten Moto2-Rennens die Sonne über dem 5,2 Kilometer langen Rennkurs von Brünn. Elias gewann den Start, dem Karel Abraham nach seinem Sturz im Qualifying fernbleiben musste. Der Lokalmatador bettelte vergebens um eine Starterlaubnis, die Rennärzte ließen ihn am Sonntag nicht auf die Strecke.

In der ersten Runde folgten zunächst Shoya Tomizawa, Jules Cluzel, Simone Corsi und Arne Tode dem glänzend gestarteten Elias. Tode lag wenige Kurven später bereits an vierter Stelle, als er die Kontrolle über seine Suter-MMX verlor und unsanft in den Kies stürzte. Damit war das Rennen für den Deutschen schon sehr früh beendet.

Die erste Rennhälfte war von unzähligen Führungswechseln geprägt. Neben Elias lagen zwischenzeitlich auch Tomizawa, Corsi, Iannone, Cluzel und Alex Debón an der Spitze des Rennens. Allerdings fiel Pole-Sitter Tomizawa bereits früh zurück und konnte am Ende froh sein, als Zehnter immerhin ein paar WM-Punkte mitgenommen zu haben.

Rolfo mit Motorschaden

Cluzel, der im Training stets weit von den schnellsten Rundenzeiten der Moto2-Konkurrenz entfernt war, musste gegen Rennhalbzeit ebenfalls etwas abreißen lassen. Offenbar hatte der Franzose in der aufregenden Auftaktphase des Rennens seine Reifen über Gebühr strapaziert. Drei Runden später schien Iannone in Führung liegend das gleiche Schicksal zu ereilen, allerdings wehrte sich der Italiener mit Händen und Füßen gegen den aufrückenden Elias.

In der 15. Runde sah alles nach einem Dreikampf um den Sieg aus. Neben Elias und Iannone hatte sich auch Roberto Rolfo nach einem schlechten Start wieder nach vorne gekämpft und lag in aussichtsreicher Position. Doch dann gab plötzlich Rolfos Motor den Geist auf, der Turiner rollte aus. "Ich spürte eine Explosion im Motor, er ging sofort aus", berichtete Rolfo anschließend.

Bradls Aufholjagd endet auf Platz neun

Somit war der Weg für Elias endgültig frei, denn Iannone schien auf abbauenden Reifen große Probleme zu haben, seine Maschine auf der Strecke zu halten. Dies nutze Takahashi in der vorletzten Runde aus, indem er in Kurve 13 an Iannone vorbeizog und den zweiten Platz bis in Ziel verteidigte.

Stefan Bradl kämpfte sich vom 20. Startplatz aus beachtlich nach vorne. Seine Aufholjagd endete erst auf Rang neun. Zwei Plätze dahinter kam Tom Lüthi ins Ziel. Der Schweizer verlor dadurch den zweiten Rang in der Gesamtwertung an Iannone. Lüthi liegt nun mit 62 Punkten Rückstand auf Elias auf Position drei. Elias' Vorsprung auf Iannone beträgt komfortable 55 Zähler.

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