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Anthony West musste sich in Brünn durch das halbe Moto2-Feld arbeiten © MZ

MZ-Pilot Anthony West kämpfte sich in Brünn vom letzten Platz durch das halbe Feld nach vorn und kam schließlich als 18. ins Ziel

MZ-Werksfahrer Anthony West schaltete im goldrichtigen Moment auf Angriff und kämpfte sich beim Brünn-Grand Prix durchs halbe Feld der Moto2-Klasse auf den 18. Platz. Für den 29-jährigen Australier und sein Team war das ein tolles Resultat angesichts der vielen Probleme im Training, die West auf den 32. Startplatz zurückgeworfen hatten.

Unmittelbar nach dem Start, noch in der ersten Kurve, wurde West von einem anderen Fahrer gerempelt und fiel sogar noch weiter ans Ende des Feldes zurück. Doch dann startete er eine beeindruckende Aufholjagd, war nach vier Runden bereits 26., hielt in der neunten Runde schon den 22. Rang und war in der heißen Schlussphase 19., bevor er zwei Runden vor dem Abwinken noch den Franzosen Mike di Meglio überholte und den 18. Platz sicherstellte.

"Wir haben die Fahrwerksgeometrie fürs Rennen komplett geändert, und wenn man bedenkt, dass Anthony zunächst mal zwei Runden brauchte, um das richtige Gefühl fürs Motorrad zu kriegen, fuhr er ein fantastisches Rennen", erklärt Teammanager Peter Rubatto. "Er drehte seine letzte Runde in 2:05.8 Minuten. Das zeigt, dass die Leistung unseres Motorrads über die Renndistanz konstant blieb und dass wir bei den Rundenzeiten ebenso wie beim Topspeed sehr konkurrenzfähig waren. Mit einem besseren Training hätten wir Zehnter werden können. Unser Ziel für die nächsten Rennen ist deshalb, schon am Freitag ein ähnlich hohes Niveau zu erreichen, denn mit einem besseren Startplatz sind wir im Rennen sicher mit vorne dabei!"

"Im Training hatte ich am Kurveneingang keinen Grip. Es fühlt sich an, als wäre ich beim Einbiegen ständig in Gefahr eines Highsiders", schildert West. "Das Hinterrad hielt die Spur des Vorderrads nicht, ein wirklich seltsames Gefühl. Als wir im Warmup endlich herausfanden, woran es lag, bauten wir den Rahmen nochmals um, und das erlaubte mir, im Rennen deutlich schneller zu fahren. Meine Rundenzeiten waren recht gut, der Topspeed war ebenfalls nicht schlecht, und der Motor lief das ganze Rennen über kühl und problemlos."

"Trotzdem ist es kein leichtes Geschäft, wenn du so weit hinten starten musst", betont der Australier. "Ein anderer Fahrer hat mich in der ersten Kurve gerempelt, danach war ich so ziemlich Letzter. Das halbe Feld von hinten aufzurollen ist sicher nicht schlecht, aber natürlich bin ich mit dem Ergebnis selbst nicht zufrieden. Doch ich bin zuversichtlich, dass es weiter bergauf geht. Das Team hat sich sehr ins Zeug gelegt und vor allem in den letzten drei Rennen wahre Wunder an dem Motorrad vollbracht. Wenn wir so weitermachen, fahren wir am Saisonende ganz vorne mit!"

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