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Stefan Bradl ist mit dem Auftakt in das Wochenende so weit zufrieden © Kiefer

Stefan Bradl ist nach seinem sechsten Platz im ersten Freien Training von Indianapolis optimistisch - Kiefer-Neuzugang Michael Ranseder gewöhnt sich ein

Der Auftakt des Rennwochenendes der Moto2-Weltmeisterschaft in Indianapolis ist für das Kiefer-Team gut verlaufen. Im Freien Training am Freitagnachmittag erreichte Stefan Bradl den sechsten und sein Teamkollege Michael Ranseder den 34. Platz. Bradl war zum ersten Mal mit dem modifizierten Rahmen seiner Suter MMX auf der Strecke. Mit der etwas steiferen Version kam er gut zurecht, spürte aber keine riesige Verbesserung zum bisher von ihm gefahrenen Rahmen.

Ranseder, er ersetzt in Indianapolis den Russen Vladimir Leonov, hatte keine leichte Aufgabe. Er war noch nie zuvor auf einer Moto2-Maschine gefahren und wagte praktisch einen Sprung ins eiskalte Wasser. Für ihn war besonders überraschend, wie leicht sich ein Moto2 Motorrad fahren lässt. Die 34. Position störte ihn nicht sehr, denn für Ranseder bestand die Hauptaufgabe darin, sich an das Motorrad zu gewöhnen und nicht risikoreich auf eine schnelle Rundenzeit hinzuarbeiten.

Der Österreicher liegt im Moment 2,248 Sekunden hinter der Spitze, was für einen Neuling in der Moto2 schon ganz gut ist. Dass er mit einem Viertakter ganz passabel umgehen kann, hat er dieses Jahr schon in der Klasse Supersport der Internationalen Deutschen Meisterschaft gezeigt, dort liegt er im Moment auf dem zweiten Rang der Gesamtwertung.

Da die Zeiten morgen mit Sicherheit noch schneller werden, haben beide Fahrer trotz allem noch einiges an Abstimmungsarbeit vor sich. Aber sie sind guter Dinge, dass man auf der Strecke noch den einen oder anderen Kniff finden kann.

"Mit diesem Training bin ich zufrieden, denn der sechste Platz ist nicht schlecht. Obwohl ich Indianapolis sehr gerne mag, war ich am Anfang doch etwas erschrocken. Wir wussten zwar schon vorher, dass es hier sehr holprig ist, dass es aber mit den Viertaktern so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht", schildert Bradl. "Wir machten dann das Fahrwerk etwas weicher, was sich wirklich positiv auswirkte. Ich bin zwar nicht viele Runden gefahren, aber ich habe mich von Session zu Session gesteigert. Das stimmt mich zuversichtlich."

"Beim neuen Rahmen merke ich jetzt keinen brutalen Unterschied", berichtet der Zahlinger weiter. "Allerdings bin ich den anderen hier auch noch nie gefahren und habe daher keinen direkten Vergleich. Es waren dazu auch noch zwei Wochen zwischen dem Wechsel. Ich fühle jedenfalls etwas mehr Stabilität beim Bremsen. In den beiden ganz langsamen Kurven fehlt mir noch der Grip zum früh Beschleunigen, da sollten wir noch eine Lösung finden."

Und Ranseder hat festgestellt: "Das ist ganz anders zu fahren als mein Supersport-Motorrad. Viel leichter, das Fahrwerk ist steifer und man muss sehr genau fahren. Ich glaube, ich habe mich jetzt ganz gut eingestellt, ich bin sehr viele Runden gefahren. Morgen muss ich das Motorrad noch etwas kennenlernen und mich dann mit der Rundenzeit noch etwas steigern."

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