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Alex de Angelis war bei seinem Moto2-Comeback gleich der Schnellste © FWeisse

Alex de Angelis setzte sich bei seinem Moto2-Comeback in Misano gleich an die Spitze - Stefan Bradl mit einer Sekunde Rückstand 15.

Das Training der Moto2 wurde in Misano unter perfekten äußeren Bedingungen gefahren. Wie so oft in dieser Saison war die Leistungsdichte in der neuen Klasse extrem eng. Zu einem Zeitpunkt lagen vier Italiener beim Heimrennen an der Spitze. In den letzten Momenten waren alle Piloten auf der Strecke und die Zeiten purzelten. Es herrschte viel Verkehr. Die Bestzeit ging schlussendlich an Alex De Angelis in 1:40.064 Minuten.

Der Italiener hat nach seinen MotoGP-Auftritten als Ersatz für Hiroshi Aoyama für sein Heimrennen einen Platz bei Gianluca Montiron erhalten. Ebenfalls für den verletzten Yusuke Teshima. Da in den anderen beiden Klassen Spanier an der Spitze waren, konnten sich die italienischen Fans über die Bestzeit in der Moto2 freuen.

Die ersten 13 Piloten waren innerhalb von einer Sekunde zu finden. Platz zwei ging an den 125er-Weltmeister Julian Simon, knapp vor dem Japaner Shoya Tomizawa. Claudio Corti hatte sich zehn Minuten vor Ende des Trainings an die Spitze gesetzt, wurde aber noch auf Rang vier zurückgereicht.

Das Suter-Chassis passt gut zum Streckenlayout von Misano. Auf den Plätzen zwei bis acht waren Maschinen des Schweizer Herstellers zu finden. Einzig Toni Elias auf Rang Fünf durchbrach mit seiner Moriwaki das Suter-Feld. Der WM-Spitzenreiter tritt beim Heimspiel von Gresini in den Farben des MotoGP-Teams auf. Die Erkältung von Indianapolis ist ebenfalls schon ausgeheilt.

Die weiteren drei Suter-Maschinen wurden von Mattia Pasini, der eine leichte Berührung mit Michael Ranseder hatte, Hector Faubel und Jules Cluzel gesteuert. Simoni Coris, der Teamkollege von de Angelis, musste seine Maschine frühzeitig abstellen und kam zu Fuß an die Box zurück. Die Top 10 komplettierte Gabor Talmacsi. Andrea Iannone hatte bei dem Auftakt zu seinem Heimspiel noch kleine Probleme. Der Jäger von Elias in der WM klassierte sich als Elfter vor Scott Redding, der zuletzt in Indianapolis auf das Podium geklettert ist.

Stefan Bradl war nicht im Spitzenfeld zu finden. In den letzten Minuten, als extrem viel Verkehr auf der Strecke war, bog der Deutsche in die Boxengasse ab. Schließlich hatte der 20-Jährige auf Platz 15 einen Rückstand von 1,083 Sekunden auf die Spitze. Überraschend stark schlug sich Wildcard-Pilot Ferruccio Lamborghini, der sich einen Platz vor Bradl klassierte.

Die Kalex-Mannschaft hatte einen weiterentwickelten Rahmen nach Misano gebracht. Beim Bremsen soll dabei das Gefühl für das Vorderrad besser sein. Axel Pons bekam das neue Material für dieses Wochenende. Der Spanier wurde damit 23., einen Platz vor seinem Teamkollegen und Landsmann Sergio Gadea.

Die beiden Schweizer Dominique Aegerter und Tom Lüthi konnten sich im ersten Training noch nicht in Szene setzen. Aegerter landete im Mittelfeld auf Rang 20, mit einem Rückstand von 1,3 Sekunden. Lüthi fehlte eine weitere halbe Sekunde auf die Spitze. Im Klassement bedeutete das nur Platz 27. Der Österreicher Ranseder war bei seinem zweiten Moto2-Auftritt gleich dahinter zu finden.

Antony West konnte auf der MZ nicht viel trainieren. Nach der ersten Runde spürte der Australier Vibrationen. Die Mannschaft aus Zschopau hat einen neuen Rahmen im Gepäck, der 1,8 Kilo leichter ist. Leider musste West beim Training zuschauen und war damit Letzter.

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