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Toni Elias feierte beim Gresini-Heimrennen seinen sechsten Saisonsieg © Honda

Während Toni Elias seinen sechsten Saisonsieg feiert, krönt Tom Lüthi seine Aufholjagd mit Platz drei - Schlimmer Unfall von Shoya Tomizawa

Toni Elias ist der WM-Titel in der Moto2 praktisch nicht mehr zu nehmen. Der Gresini-Pilot, der von der Pole-Position gestartet war, feierte beim Heimrennen seines Teams in Misano einen souveränen Sieg und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung sechs Rennen von Saisonende auf 83 Punkte aus. Der zweitplatzierte Julián Simón verlor als Zweiter in Misano erneut fünf Zähler auf Elias.

Den Start in das 26-Runden-Rennen hatte zunächst Andrea Iannone für sich entschieden. Der Italiener schoss aus der zweiten Startreihe an die Spitze, leistete sich dabei aber einen eindeutigen Frühstart. Die Rennleitung reagierte sofort und belegte den Speed-Up-Piloten mit einer Durchfahrtsstrafe.

Im Gegensatz zum Rennen in Barcelona, wo Iannone rundenlang ein Boxensignal seines Teams übersehen hatte, trat er dieses Mal seine Strafe umgehend an und fiel dadurch ans Ende des Feldes zurück. Drei Runden vor dem Ziel rollte Iannone dann aufgrund eines technischen Defekts aus. Robertino Pietri leistete sich ebenfalls einen Frühstart und kam nach seiner Durchfahrtstrafe schließlich als 29. Ziel.

Nachdem in der Anfangsphase des Rennens zunächst Jules Cluzel und Scott Redding das Tempo an der Spitze bestimmt hatten, übernahm Elias in der siebten Runde die Spitzenposition und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Simone Corsi, Shoya Tomizawa, Simón und Alex de Angelis versuchten zwar dem Spitzenreiter zu folgen, konnten aber das Tempo des Moriwaki-Piloten nicht mitgehen.

Horrorcrash von Tomizawa und Redding

In der zwölften Runde fiel dann die Vorentscheidung im Kampf um die ersten beiden Plätze. Während Elias und Simón an der Spitze lagen, stürzte Tomizawa auf Rang drei liegend. Redding und de Angelis konnten nicht mehr ausweichen, erfassten den Japaner bei voller Fahrt und flogen im hohen Bogen durch die Luft.

Während de Angelis die Unfallstelle aus eigener Kraft verlassen konnten, mussten Tomizawa und Redding von den Streckenposten jeweils auf einer Trage in Sicherheit gebracht werden. Zur Stunde wird Redding im Streckenhospital untersucht, Tomizawa wurde für eingehendere Untersuchungen in ein Krankenhaus im nahegelegenen Cesana gebracht.

Bradl mit toller Aufholjagd

Nach diesem schlimmen Sturz waren die Abstände an der Spitze etwas größer als zuvor. Die zweite Rennhälfte war dann von der großen Aufholjagd des Tom Lüthi geprägt. Der Interwetten-Pilot war nach einem schlechten Qualifying nur als 15. gestartet, holte aber in der Schlussphase mit Sieben-Meilen-Stiefeln auf. Weder Cluzel noch Corsi konnten den Schweizer aufhalten, für den am Ende sogar der dritte Platz herausspring.

Knapp dahinter arbeitete sich auch Stefan Bradl fleißig durch das Teilnehmerfeld. Der Kiefer-Pilot ging kurz vor Schluss ebenfalls an Cluzel vorbei und feierte schließlich mit Rang fünf sein bislang bestes Ergebnis in dieser Saison. Michael Ranseder rundete als 14. das erfreuliche Ergebnis für Kiefer ab.

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