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Shoya Tomizawa musste bereits an der Strecke wiederbelebt werden - vergeblich © Honda

Der Staatsanwalt von Rimini hat eine Untersuchung des tödlichen Unfalls von Shoya Tomizawa angeordnet - Hat die Rennleitung richtig gehandelt?

Zwei Tage nach dem Tod von Shoya Tomizawa hat Paolo Giovagnoli, Staatsanwalt von Rimini, eine Untersuchung der Vorfälle des vergangenen Sonntags angekündigt. Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur 'ANSA'. Offenbar steht die Frage im Raum, ob jemand für den Unfalltod des Japaners verantwortlich ist.

So soll nun eine Autopsie der Leiche Aufschlüsse über die genaue Todesursache ergeben. Des weiteren ist zu klären, inwieweit die Streckenposten an der Unfallstelle womöglich falsch gehandelt haben, indem sie den leblosen Tomizawa sofort hinter die Streckenbegrenzungen gebracht haben. Dabei soll der Verletzte angeblich einmal von der Trage gefallen sein, nachdem ein Streckenposten im Kies ins Straucheln geraten war.

Renndirektor Paul Butler wollte diesen Vorfall auf der eigens einberufenen Pressekonferenz am Sonntag nicht bestätigen. Vielmehr verteidigte Butler das Vorgehen der Rennleitung, wonach Tomizawa sowie die ebenfalls gestürzten Scott Redding und Alex de Angelis sofort zu den hinter den Leitplanken bereitstehenden Krankenwagen gebracht wurden.

"Die medizinische Versorgung war sehr schnell und effizient. An der Unfallstelle waren viele medizinische Einrichtungen: mehrere Krankenwagen und einige Ärzte", sagte Butler. "Die Streckenposten haben sehr schnell reagiert, also gab es für die übrigen Piloten kein Risiko. Die kaputten Motorräder und die Teile waren sehr schnell weggeräumt, weshalb es keinen Grund für die rote Flagge gab."

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