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Andrea Iannone hatte im Qualifying einmal mehr das bessere Ende für sich © Honda

Während Andrea Iannone in letzter Sekunde Scott Redding die Pole-Position in Alcañiz entreißt, droht "Geisterfahrer" Toni Elias womöglich eine Bestrafung

Die Moto2-Klasse hat in der Qualifikation zum Großen Preis von Aragonien einmal mehr gezeigt, wie hart umkämpft sie ist. Nicht weniger als die Top 20 des Klassements lagen am Ende des 45-minütigen Qualifyings innerhalb einer Sekunde! Der glückliche Sieger des spannenden Zeittrainings war Andrea Iannone, der mit seiner Bestzeit von 1:55.148 Minuten Scott Redding (1:55.189) in letzter Sekunde auf Platz zwei verdrängte.

Der drittplatzierte Alex de Angelis war nur fünf Tausendstelsekunden langsamer als Redding. Somit starten die beiden Fahrer, die vor zwei Wochen in den tragischen Unfall mit Shoya Tomizawa verwickelt waren, am Sonntag aus der ersten Startreihe. Julián Simón komplettiert Dank seiner persönlichen Bestzeit von 1:55.364 Minuten die erste Reihe.

Dass es bei derart engen Zeitabständen auch unglücklicher Verlierer gibt, liegt auf der Hand. Diesmal traf es Stefan Bradl, der zwar die selbe Rundenzeit wie der auf Rang acht platzierte Michele Pirro fuhr (1:55.752), dies aber etwas später als der Italiener schaffte. Somit blieb für Bradl nur der neunte Rang und damit ein Startplatz in der dritten Reihe.

Von dort nimmt am Sonntag auch WM-Leader Toni Elias das Rennen auf. Der Gresini-Pilot qualifizierte sich als Zwölfter (1:55.838), muss aber nach einem Zwischenfall im Qualifying womöglich mit einer nachträglichen Bestrafung rechnen. Elias war eine Viertelstunde vor Ende des Trainings in der ersten Kurve nach Start-Ziel gestürzt und fuhr anschließend entgegen der Fahrtrichtung durch die Boxenausfahrt zurück in die Gresini-Box.

"Geisterfahrer" Elias überrascht eigene Crew

Dort waren Elias' Mechaniker sichtlich überrascht, ihren Fahrer plötzlich empfangen zu mussten. Die Gresini-Crew hatte ihre Köpfe in die andere Richtung gewandt und offensichtlich nicht damit gerechnet, dass der überragende Fahrer dieser Saison auf einmal aus der "falschen" Richtung auftauchen könnte.

Tom Lüthi, der bereits während der drei Freien Trainingseinheiten Probleme hatte, in die Top 10 einzudringen, qualifizierte sich nur für den 20. Startplatz. Mit seiner schnellsten Runde über 1:56.124 Minuten war der Moriwaki-Pilot allerdings nicht einmal eine Sekunde von Pole-Sitter Iannone entfernt. Kazuki Watanabe, der Arne Tode im Racing-Team-Germany ersetzt, landete mit 3,1 Sekunden Rückstand auf Iannone abgeschlagen auf dem letzten Platz.

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