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Toni Elias durfte auch in Motegi jubeln: Sieg vor seinem WM-Verfolger Julián Simón © Gresini

Moriwaki-Fahrer Toni Elias nimmt Kurs auf den Moto2-Titel: Der Spanier siegte in Japan vor Julián Simón - Starter Rennauftritt von Stefan Bradl

Der WM-Spitzenreiter macht ernst: Am Samstag musste Toni Elias (Moriwaki) noch Julián Simón (Suter) den Vortritt lassen, doch pünktlich zum Rennstart war der Spanier wieder voll da. Schon in Runde eins übernahm Elias die Führung, musste sich nur einmal kräftig gegen seinen Landsmann wehren und siegte nach 23 spannenden Runden bei der Moto2-Rennpremiere in Motegi.

Der überdeutliche Tabellenführer kontrollierte den WM-Lauf von der Spitze aus und ließ sich nicht von seinem Verfolger Simón aus dem Konzept bringen, der fortlaufend im Windschatten seines Rivalen unterwegs war. In Runde drei konnte Simón sogar kurzzeitig an die Spitze des Moto2-Feldes vorstoßen, doch Elias konterte umgehend und zementierte in den restlichen Runden seine Führung.

Dahinter kam es indes zu munteren Positionsverschiebungen, die vor allem zu Ungunsten von Scott Reddung (Suter) ausfielen. Der Marc-VDS-Pilot hielt sich zunächst hinter Yuki Takahashi (Tech 3) auf dem soliden vierten Rang, musste im Rennverlauf allerdings Federn lassen: In Runde elf brauste erst Alex de Angelis (Motobi) am Briten vorbei, dann stach auch Karel Abraham (FTR) in die Lücke.

Während sich letzterer später ebenfalls vor Takahashi einordnete, machte de Angelis gleich Druck und schnappte sich den japanischen Lokalmatador in Runde 15. Damit waren die Plätze an der Spitze aber noch nicht bezogen: Hinter Elias und Simón rasten die Verfolger schließlich in der Reihenfolge Abraham, de Angelis, Redding und Takahashi ins Ziel - dahinter folgte schon Stefan Bradl (Suter).

Der Kiefer-Pilot hatte die Startrunde auf Rang neun beendet und konnte sich in den folgenden Runden sukzessive nach vorne arbeiten. Zur Hälfte des 23 Umläufe messenden Rennens wurde Bradl schon auf Platz sieben geführt, den er schließlich auch bei der Zieldurchfahrt innehatte. Direkt dahinter sauste Tom Lüthi (Moriwaki) über die Linie, der damit die Top 10 der Moto2 in Motegi abrundete.

Schrecksekunden gab es im Rennen gleich mehrere: Andrea Iannone (Speed Up) rauschte in Runde acht durch das Kiesbett und büßte damit wohl seine letzten verbliebenen Titelchancen ein. Yonny Hernández (BQR) zerlegte sein Bike indes drei Runden vor Schluss bei einem spektakulären Sturz, blieb aber augenscheinlich unverletzt. Der Siegesfahrt von Elias tat dies aber keinen Abbruch.

Zum siebten Mal in dieser Saison durfte sich der Spanier als Gewinner eines Moto2-Rennens feiern lassen und reduzierte damit die Anzahl der Titelkandidaten auf zwei - nur noch Simón kann dem früheren MotoGP-Piloten theoretisch noch gefährlich werden. Aus deutschsprachiger Sicht erfolgreich war Dominique Aegerter (Suter) auf Platz zwölf, Michael Ranseder (Suter) wurde letztendlich 20.

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