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Toni Elias reichte der vierte Platz zum Gewinn des Moto2-WM-Titels © Honda

Toni Elias ist der erste Moto2-Weltmeister der Geschichte - Julián Simón vergibt durch Sturz letzte Titelchance

Toni Elias hat es geschafft. Der Gresini-Pilot ist der erste Moto2-Weltmeister der Geschichte. Elias reichte ein vierter Platz beim Grand Prix von Malaysia, um den Titelgewinn im viertletzten Rennen der Saison unter Dach und Fach zu bringen. Julián Simón, der als einziger Pilot neben Elias mit Titelchancen in den Grand Prix gestartet war, landete als 21. außerhalb der Punkteränge. Der Sieg in dem 19-Runden-Rennen am Sonntagnachmittag ging an Roberto Rolfo.

Pole-Sitter Simón verlor bereits beim Start um 14:15 Uhr Ortszeit (8:15 Uhr MESZ) wichtige Plätze. Während Tom Lüthi, Elias, Alex de Angelis und Dominique Aegerter blendend wegkamen, fiel der Aspar-Pilot zunächst auf den neunten Platz zurück. Doch Simón erholte sich schnell von seinem schlechten Start, nach wenigen Runden hatte er wieder zur Spitze aufgeschlossen.

Man sah dem amtierenden 125er-Champion förmlich an, wie hart er darum kämpfte, die WM-Entscheidung zumindest bis zum nächsten Rennen auf Phillip Island zu vertagen. In Kurve neun verbremste sich Simón und verlor beinahe die Kontrolle über seine Suter-Maschine. Mit viel Glück und Geschick verhinderte der Spanier einen Sturz, fiel aber auf den siebten Platz zurück. Eine erste Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft war gefallen.

Die zweite fiel zwölf Runden vor dem Ziel. Simón, der verzweifelt Anschluss an die Spitzengruppe suchte, in der sich inzwischen auch Rolfo in Position gebracht hatte, stürzte in der ersten Kurve nach Start-Ziel. Zwar rappelte sich Simón wieder auf, doch am Ende sprang für ihn nur noch der 21. Platz - und damit keine WM-Zähler - heraus.

In der selben Runde stürzte auch Tom Lüthi auf Platz zwei liegend. In Kurve sechs rutschte der Schweizer über das Vorderrad seiner Moriwaki weg und landete im Kies. Glücklicherweise blieb Lüthi dabei unverletzt, doch ein mögliches Podiumsfinish war dadurch passé.

Gegen Rennmitte führte Andrea Iannone vor Elias, doch dahinter rückten Rolfo und de Angelis immer weiter auf. Dieses Duo übernahm wenig später auch die Führung, während Iannone und Elias das Tempo nicht mehr mitgehen konnten oder wollten. Elias war natürlich längst von seiner Mannschaft darüber informiert worden, dass Simón weit zurückgefallen war.

Letztlich setzte sich Rolfo gegen de Angelis durch und feierte so seinen ersten Sieg in der Moto2. Elias begnügte sich mit Platz vier und ließ sich noch auf seiner Ehrenrunde die Startnummer 1 auf seine Maschine kleben. Stefan Bradl landete nach einer tollen Aufholjagd auf Rang sieben, Teamkollege Michael Ranseder wurde 14. Dominique Aegerter holte den achten Platz.

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