vergrößernverkleinern
Karel Abraham feierte in Valencia seinen ersten Grand-Prix-Sieg überhaupt © Honda

Überraschung in Valencia: Karel Abraham gewinnt das Moto2-Saisonfinale - Stefan Bradl und Toni Elias werfen Siegchancen in den Kies

Was für ein Saisonfinale in der Moto2! In einem bis zur letzten Runde spannenden Rennen auf dem Circuit Ricardo Tormo setzte sich Karel Abraham schließlich durch und feierte rechtzeitig vor seinem Umstieg in die MotoGP-Klasse den ersten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere. Andrea Iannone belegte Platz zwei, Julián Simón sicherte sich durch den dritten Platz die Vizeweltmeisterschaft.

Kurz nach dem Start in das 27-Runden-Rennen von Valencia übernahm Weltmeister Toni Elias, der von der Pole-Position gestartet war, zunächst die Führung. Doch schon nach der ersten Kurve zogen Iannone, Stefan Bradl, Scott Redding und Kenan Sofuoglu an dem Gresini-Piloten vorbei. Es war Speed-Up-Pilot Iannone, der sich in der Anfangsphase des Rennens ein wenig von Rest des Feldes absetzen konnte, während ab Platz zwei zahlreiche Piloten eng beieinander lagen.

Bradl schien dabei so etwas wie der Anführer der Verfolgergruppe zu sein, die offenbar damit rechnete, dass Iannone wie schon so oft in dieser Saison seine Reifen überstrapazieren und später wieder zurückfallen würde. In der achten Runden steuerten Bradl und Sofuoglu nebeneinander die erste Kurve an, doch der Türke verpasste auf der äußeren Linie seinen Bremspunkt und schoss geradeaus ins Kiesbett.

Ein hartes Manöver von Bradl, der seinem Konkurrenten keinen Zentimeter zu viel Platz gelassen hatte. Sofuoglu setzte das Rennen zwar zunächst fort, kehrte aber eine Runde später in die Box zurück und gab auf. Doch auch Bradl sollte nicht ins Ziel kommen. Im zwölften Umlauf stürzte der Kiefer-Pilot auf Platz drei liegend, nachdem er kurz zuvor von Simón überholt worden war.

Die letzten zehn Runden des Rennens waren geprägt von unzähligen Positionskämpfen in der Spitzengruppe. Iannone war inzwischen von Simón, Elias und Abraham eingeholt worden. Während sich Iannone und Simón mehrmals pro Runde an der Spitze abwechselten, lauerte der Weltmeister dahinter auf seine Chance. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt war auffällig, dass sich Abraham ebenso noch Chancen auf eine Podiumsplatzierung machte.

Die Entscheidung im Grand Prix von Valencia fiel in der letzten Runde. Elias wollte mit einem Manöver sowohl Simón als auch Iannone überholen und in Führung gehen. Doch der Gresini-Pilot ging viel zu aggressiv zu Werke und kollidierte mit Iannone. Der Italiener konnte sich zwar im Sattel seiner Speed-Up-Maschine halten, doch Elias schaffte die Kurve nicht und stürzte ins Kiesbett.

Profiteur dieser Situation war Abraham, der durch die Verwirrung, die Elias gestiftet hatte, innen an allen Konkurrenten vorbeiziehen und das Rennen gewinnen konnte. Für Iannone blieb nur der zweite Platz, Simón verpasste seinen ersten Moto2-Sieg und begnügte sich mit Platz drei.

Tom Lüthi überquerte als Vierter die Ziellinie, sein Landsmann Dominique Aegerter schaffte als Neunter ebenfalls den Sprung in die Top 10. Suter entschied den Titelkampf in der Herstellerwertung für sich, Moriwaki wurde Zweiter.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel