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Die Kalex-Mannschaft hat im Windkanal an der Verkleidung der Moto2 gearbeitet © KALEX

Stefan Bradl hat mit seinem neuen Kalex-Fahrwerk einen Tag im Windkanal verbracht - Die gemessenen Daten fließen in die Verkleidung der neuen Maschine

Die Teams und die meistens Fahrer befinden sich um diese Jahreszeit im wohlverdienten Urlaub. Nicht so die Fahrer der Kalex Einsatzteams 2011. Vergangenen Donnerstag verbrachten Stefan Bradl (Kiefer) und Axel Pons (Tenerife 40 Pons) einen Tag im Windkanal. Nach Verzögerungen durch das Wetter, machte man im Windkanal der Volkswagen AG in Wolfsburg, die Nacht zum Tage.

Bei Kalex wird normalerweise nichts dem Zufall überlassen, so hatte man schon bei der ursprünglichen Konstruktion der Moto2 Maschine auf Computer Fluid Design (CFD) vertraut. Hierbei wird die Aerodynamik durch Simulationen im Computer berechnet. Dass diese Berechnungen hervorragend funktionieren, hatte man in der vergangenen Saison durch die sehr häufigen Spitzenplätze bei den Topspeed-Werten gezeigt.

Nun war das Ziel die vorhandene Aerodynamik unter realen Bedingungen im Windkanal zu messen und durch Veränderung von Details noch zu verbessern. Dafür hatte man Zugriff auf den VW-Windkanal. Die dortigen Ingenieure verfügen aus einigen Tests mit anderen Rennmotorrädern schon über Erfahrung in dieser Materie, die sich ein wenig von dem für sie sonst üblichen Automobilbereich unterscheidet.

Bei Windgeschwindigkeiten von 180 km/h wurden 15 verschiedene Konfigurationen gemessen. Hierbei standen Vergleiche mit Fahrern unterschiedlicher Körpergröße, Staudruckmessungen im Kühlerbereich sowie generelle Feinabstimmung auf der Liste. Auch verschiedene Sitz bzw. Liegepositionen, Kopfhaltung, Varianten von Verkleidungsscheiben, usw. wurden geprüft.

In den nächsten Tagen findet nun die ausführliche Auswertung der erarbeiteten Daten statt, womit man dann die Entscheidung treffen wird, welche Modifikationen in die Verkleidung der 2011er Maschine übernommen werden.

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