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Das Schweizer Team um Randy Krummenacher hat sich präsentiert © Grand-Prix-Team Switzerland

Das Grand-Prix-Team Switzerland um Moto2-Rookie Randy Krummenacher hat sich in Zürich präsentiert - Ziel sind Top-10-Platzierungen

Das Grand-Prix-Team Switzerland hat sich nun offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Für die Präsentation wurde das Zürcher Casino Lake Side am Ufer des Zürichsee gewählt. Die Mannschaft ist das erste Schweizer Grand-Prix-Teams, das in der Moto2-Weltmeisterschaft antritt und wird auch gern als "Schweizer Nationalmannschaft" bezeichnet.

Innovativ ist das Finanzierungsmodell des Teams. So lautet der Slogan von Teamchef Marco Rodrigo: "Damit einzig und allein das Können über die Karriere eines Athleten entscheidet... Und nicht das Portemonnaie!" Damit ist gemeint, dass man nicht nur auf Sponsorengelder angewiesen sein will, sondern mittels Mitgliedschaften eine finanzielle Basis schafft.

Im ersten Jahr des neugegründeten Teams kommt der 20-jährige Zürcher Oberländer Randy Krummenacher in den Genuss dieser Unterstützung. Der Schweizer fuhr bisher in der 125er-Weltmeisterschaft und bestreitet nun seine Rookiesaison in der Moto2.

Vor dem WM-Auftakt am 20. März in Katar wird das Team am 7. und 8. Februar den ersten Test in diesem Jahr absolvieren, bevor nur zwei Tage später am 10. Februar in Valencia der erste offizielle Test mit allen Teilnehmern und Teams der Moto2-WM beginnt. Krummenacher wird dabei erstmals seine hauptsächlich in den Schweizer Landesfarben gestaltete Kalex-Moto2-Rennmaschine einsetzen.

"Wie aus unserem Slogan zu erkennen ist, wollen wir jungen Schweizer Talenten auf ihren Weg in die höchste Spielklasse im Motorradrennsport behilflich sein", sagt Teamchef Rodrigo. "Wir haben uns damit ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Das Grand-Prix-Team Switzerland ist nun Realität. Bis es aber soweit war, war für dieses Projekt ein immens hoher Aufwand erforderlich, den ich aber nicht gescheut habe. So ein Grand-Prix-Team bedeutet unheimlich viel Arbeit, aber man musste es einfach machen."

Der Aufwand setzt sich laut Rodrigo aus vielen kleinen Dingen zusammen: "Es begann damit, die richtigen Leute für das Team zusammenzustellen. Das war für mich eine große Herausforderung. Hinzu kam auch die Auswahl des Fahrwerks, und natürlich die des Fahrers. Alles in allem war es unglaublich viel Arbeit, die aber auch mit viel Spaß meinerseits an diesem Projekt verbunden ist. Je länger ich nun darin involviert bin, umso glücklicher bin ich mit meiner Entscheidung, es gestartet zu haben."

Bevor das Team Erwartungen an den Fahrer Krummenacher stellt, sei es zunächst "viel wichtiger, ihm als Team ein Motorrad vorzubereiten, mit dem er schnell fahren kann", fährt Rodrigo fort: "Wir müssen jetzt in erster Linie dafür sorgen, dass wir möglichst schnell ein Setup erarbeiten. Erst danach macht es Sinn, dass wir uns Gedanken darüber machen, welche Leistungen er bringen muss."

Für Krummenacher erfüllt sich mit dem Aufstieg in die Moto2 ein Traum, den er im vergangenen Jahr schon oft geträumt hat. "Nach Saisonende konnte ich dann auch noch meine neue Rennmaschine testen. Die ersten Ausfahrten damit verliefen schon recht verheißungsvoll", berichtet der 20-Jährige. "Aber nicht nur deswegen sollten die damaligen Tests das Highlight für mich 2010 gewesen sein. Ich muss ehrlich eingestehen, dass ich von meinem Klassenwechsel überwältigt bin."

Mit dem Team und der Kalex finde er "beste Voraussetzungen" vor, schwärmt Krummenacher: "Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich es kaum mehr erwarten, dass es endlich mit den ersten Tests im Februar losgeht. Ich finde es auch großartig, einen Mensch wie Marco hinter mir zu haben. In unseren Sport bedarf es Typen, wie er einer ist. Ohne diesen würde unser Sport nicht existieren. Das Schöne für mich ist eben, dass ich auf so jemanden zählen kann. Ohne ihn würde es nicht gehen, daher möchte ich mich an dieser Stelle auch gleich für alles, was er für mich getan hat von ganzen Herzen bedanken."

Über Ziele für seine erste Moto2-Saison möchte Krummenacher jetzt aber noch nicht sprechen. "Es ist einfach zu schwierig, das abzuschätzen, weil ich auch nicht weiß, wo ich genau stehe", sagt der Schweizer. "Einzige Zielsetzung muss sein, dass ich mich von Rennen zu Rennen steigere und bessere Resultate einfahre. In der zweiten Saisonhälfte muss mir dann ein Schritt gelingen, der es mir ermöglicht, in die Top 10 zu fahren."

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