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Rookie Marc Marquez konnte den ersten Moto2-Testsieg des Jahres verbuchen © Suter

Moto2-Neuling Marquez mit Bestzeit in Valencia vor Redding - Ex-MotoGP-Pilot Kallio noch nicht wieder bei vollen Kräften

Die in dieser Woche im spanischen Valencia abgehaltenen Vorsaisontests der Moto2-Weltmeisterschaft stellten für die Piloten der Moto2-Weltmeisterschaft die erste Gelegenheit dar, den hier und da aufgrund des Testverbots im Winter angesetzten Rost abzuschütteln. Die ersten Vorsaisontests sahen nach Abschluss der drei Tage Klassenneuling Marc Marquez aus Spanien und den jungen Briten Scott Redding an der Spitze der Zeitenliste. Beide erzielten als inoffiziellen Bestwert eine Rundenzeit von 1.35,6 Minuten und äußersten sich im Anschluss entsprechend gut aufgelegt.

Für den amtierenden 125er-Weltmeister Marquez bedeutet die schnellste Zeit im Rahmen der Testfahrten einen Einstand nach Maß in das Moto2-Abenteuer. "Ich bin absolut zufrieden. Wir konnten uns gegenüber dem ersten Tag um eineinhalb Sekunden steigern", so der Spanier. Wenngleich sich der Einstand in die neue Klasse für Marquez hervorragend anlässt, so muss er bis zum ersten Rennen in Katar nichtsdestotrotz noch eine ganze Menge Erfahrungsrückstand wettmachen.

Der Zweitplatzierte Redding, der anders als Marquez bereits in der vergangenen Saison in der Moto2-Klasse an den Start ging, konnte am letzten der drei Tage in Valencia eine neue persönliche Bestzeit auf dem Circuit Ricardo Tormo verbuchen. "Für uns war es definitiv ein erfolgreicher Test", so der Engländer im Anschluss. Im Team von Marc VDS wurden unter anderem Verbesserungen an der Position der Fußraste sowie im Bereich der Sitzbank vorgenommen, um dem großgewachsenen Redding ein angenehmeres Fahren auf der Suter zu ermöglichen.

Schwieriger Einstand für Kallio

Teamkollege und Ex-MotoGP-Pilot Mika Kallio hingegen erwischte in Valencia einen durchwachsenen Start seiner Moto2-Karriere. Der Finne musste sich erst vor einem Monat einer Operation am Schlüsselbein unterziehen und ist derzeit noch nicht wieder bei 100 Prozent Fitness angelangt. Obwohl ihm am Schluss der Tests nur 1,4 Sekunden auf die Spitze fehlten, so bedeute dies in der äußerst ausgeglichenen Moto2-Klasse für Kallio lediglich Platz 17 im Gesamtklassement.

Auf Platz drei hinter Marquez und Redding klassierte sich mit Vizeweltmeister Julian Simon ebenfalls ein Suter-Pilot. Direkt dahinter konnte sich Stefan Bradl als bester Vertreter mit einem Kalex-Fahrwerk auf der vierten Position einreihen. Für den Deutschen gab vor allem die Tatsache, mehrere konstant schnelle Runden am Stück zurückgelegt zu haben, Anlass zur Vorfreude auf die kommenden Tests im portugiesischen Estoril. Der Schweizer Tom Lüthi konnte seinen ersten Auftritt auf der Suter des Jahrgangs 2011 auf Platz fünf der Zeitenliste beenden. Genau wie Bradl blickt auch Lüthi der Saison zuversichtlich entgegen.

Smith mit intensivem Testprogramm

Einer der fleißigsten Fahrer in Valencia war Tech-3-Pilot und Moto2-Neuling Bradley Smith. Der Engländer konnte im Verlauf der drei Tage knapp 190 Runden zurücklegen und sich so ein umfassendes Bild der für ihn noch ungewohnten, schwereren Maschine machen. "Das war ein sehr wichtiger Test für mich. Ich konnte eine Menge über das 2011er-Bike lernen", so Smith. Für den Engländer stand schließlich eine Bestzeit von 1.37,3 Minuten zu Buche, gleichbedeutend mit Platz 22 in der inoffiziellen Testwertung.

Angesichts der Tatsache, dass bis zum Saisonauftakt am 20. März in Katar nur noch sechs weitere Testtage verbleiben, zeigt sich der letztjährige 125er-Pilot Smith leicht besorgt: "Das ist etwas beängstigend. Ich hoffe, wir können in Estoril dort weitermachen, wo wir in Valencia aufgehört haben." Die Wettervorhersage für die kommende Woche ist allerdings nicht berauschend, sodass den Moto2-Piloten zu allem Überfluss noch weitere, wertvolle Testzeit im Trockenen verloren gehen könnte.

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