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Stefan Bradl zeigte bei den Testfahrten in Jerez sein Potenzial mit der Kalex auf © Kiefer

Stefan Bradl fuhr zum Abschluss der Testfahrten in Jerez die absolute Bestzeit - Mit der Abstimmung der Kalex ist der Deutsche glücklich

Beim ersten richtigen Vergleich der Moto2-Klasse im spanischen Jerez de la Frontera, beendete Stefan Bradl die Tests mit der schnellsten Zeit aller Fahrer. Mit einer Runde in 1:42.697 Minuten unterbot der Kiefer-Pilot auf seiner Kalex den aktuellen Rundenrekord um sensationelle 2,013 Sekunden.

Konnten die Teams bisher bei den Tests noch auf eigene Motoren zurückgreifen, so fanden diese drei Tage unter absolut gleichwertigen Bedingungen für alle statt. Schon am Samstag zeigte sich, dass Bradl in bestechender Form ist und auch mit der neuen Kalex immer besser zurecht kommt. In einer simulierten Qualifying Session konzentrierte er sich auf schnelle Runden und fuhr die 1:42er Rundenzeiten sogar mehrmals. Den zweiten Platz belegt der aktuelle 125er-Weltmeister Marc Marquez aus Spanien, mit einem Rückstand von 0,283 Sekunden. Lediglich diesen beiden Fahrern gelang es unter der 1:43er Marke zu bleiben.

Auf der technischen Seite lag am Sonntag die Hauptarbeit an dem Setup der Vorderradgabel, bei der man das komplette Innenleben immer wieder den schnelleren Rundenzeiten anpasste, um ein noch besseres Gefühl für das Vorderrad zu haben. Obwohl man am sich am Anfang noch etwas schwer tat, lief es immer besser je mehr Bradl fahren konnte.

"Klar bin ich happy. Ich habe vorher nicht gedacht, dass ich nach den drei Testtagen Schnellster bin", freut sich der Deutsche. "Dazu habe ich das von gestern nochmals bestätigt, dass ich nicht nur eine schnelle Runde gefahren bin, sondern auch die schnellsten Runden öfters fahren kann."

"Für dieses Ergebnis kann ich aber nicht nur mich alleine hervorheben, das war auch ganz klar eine hervorragende Teamarbeit. Mein Team hat einen super Job gemacht. Die Veränderungen am Motorrad, die wir zusammen erarbeitet hatten, konnte ich in schnelle Zeiten umsetzen. Ich wollte einfach die Zeit von gestern nochmal toppen und das hat geklappt. Jetzt können wir alle zuversichtlich zum ersten Rennen nach Katar reisen."

Teammanager Stefan Kiefer zieht ebenfalls ein positives Fazit: "Mit dem Ergebnis kann man nur zufrieden sein. Wir sind noch nie von den letzten Tests auf der ersten Position zum ersten Rennen gereist. Stefan war das ganze Wochenende konstant schnell und auch bei seinen schnellsten Runden hat das Timing optimal gepasst, er ging genau zum richtigen Zeitpunkt raus. Danach simulierten wir noch eine Renndistanz, bei der er auch konstant schnelle Zeiten fuhr. Ich glaube wir sind bei der Musik und können beruhigt zum ersten Rennen nach Katar reisen."

Bisher hat sich der Wechsel zu Kalex ausgezahlt. Firmeninhaber Alex Baumgärtel ist stolz auf die geleistete Arbeit über den Winter. "Das waren drei arbeitsreiche Tage, die mit einem tollen Ergebnis abgeschlossen wurden. Da kann man natürlich zufrieden sein. Auch bei diesen ausgiebigen Tests haben wir noch viel dazugelernt, aber auch weiteres Potenzial ausgeschöpft. Toll ist der erste Platz von Stefan, wobei selbst dort noch weiteres Potenzial vorhanden ist."

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