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Stefan Bradl feierte in Katar einen souveränen Start-Ziel-Sieg © motorradrennen.com

Stefan Bradl dominiert den Saisonauftakt der Moto2-Klasse in Katar - Souveräner Rennsieg vor Andrea Iannone und Tom Lüthi

Stefan Bradl hat das erste Moto2-Rennen dieser Saison gewonnen. Der Kiefer-Pilot dominierte den Grand Prix von Katar vom Start bis ins Ziel und distanzierte den zweitplatzierten Andrea Iannone nach insgesamt 20 Runden auf dem Losail International Circuit um mehr als vier Sekunden. Tom Lüthi sicherte sich nach einem spannenden Zweikampf mit Yuki Takahashi Platz drei.

Um 20:15 Uhr Ortszeit (18:15 Uhr MEZ) startete Bradl von der Pole-Position aus in das erste Rennen des Jahres und bog als Erster in die erste Kurve ein. Marc Marquez, vom zweiten Startplatz aus ins Rennen gestartet, verlor bereits auf den ersten Metern einige Positionen und fiel bis auf den zehnten Platz zurück. Hinter Bradl sortierten sich zunächst Lüthi, Jules Cluzel und Takahashi ein.

Lokalmatador Mashel Al-Naimi schied nach einer Kollision in der ersten Runde bereits früh aus, ebenso wie der von vielen Experten als Geheimfavorit auf den Titel gehandelte Scott Redding, für den bereits nach einem Unfall in der zweiten Runde Schluss war. Max Neukirchner kam als 15. aus der ersten Runde zurück, fiel aber im Verlauf der ersten Rennhälfte zeitweise bis auf den 23Zu. Rang zurück.

Unterdessen konnte sich Bradl schnell und deutlich vom Rest des Feldes absetzen. Das lag zum Teil auch daran, dass die Kampfgruppe hinter Bradl in zahlreiche Positionskämpfe verwickelt war, während der Kalex-Pilot an der Spitze ungehindert sein eigenes Tempo vorlegen konnte. In der dritten Runde übernahm Takahashi den zweiten Platz von Lüthi, Bradl hatte zu diesem Zeitpunkt schon rund anderthalb Sekunden Vorsprung auf die Verfolger.

Marquez scheidet früh aus

Bereits in der vierten Runde musste einer der Favoriten bei diesem Rennen, 125er-Weltmeister Marquez, seine Hoffnungen auf einen Podestplatz begraben. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich hinter dem führenden Bradl mit Takahashi, Lüthi, Cluzel, Iannone und Marquez eine hart umkämpfte Fünfergruppe gebildet, in welcher der 18 Jahre alte Spanier offenbar zu viel riskierte, um den Abschluss nicht zu verlieren.

Marquez verlor in Kurve vier die Kontrolle über seine Suter-Maschine und wurde im hohen Bogen abgeworfen. Glücklicherweise blieb der Youngster bei dem Sturz unverletzt, das Rennen war für ihn dennoch vorzeitig zu Ende. Eine Runde später ereilte MZ-Pilot Anthony West ein ähnliches Schicksal, der Australier schied ebenfalls nach einem Sturz aus.

Bradl kontrolliert früh das Geschehen

Bereits nach einem Viertel der gesamten Distanz von 20 Runden auf der 5,4 Kilometer langen Rennstrecke wurde deutlich, dass sich Bradl am Sonntagabend wohl nur selbst schlagen konnte. Seine zu dem Zeitpunkt schnellste Rennrunde war bereits 1,4 Sekunden schneller als der bisherige Rundenrekord von 2010, den damals Lüthi aufgestellt hatte.

Zur Rennmitte führte Bradl bereits mit komfortablen 5,5 Sekunden Vorsprung auf die Verfolgergruppe, aus der Cluzel mittlerweile herausgefallen war. Stattdessen holte Alex de Angelis mit einem neuen Streckenrekord stetig auf und setzte Takahashi und Lüthi stark unter Druck.

Neukirchner schafft es in die Punkteränge

In den letzten Runden ließ es Bradl dann deutlich lockerer angehen, der zwischenzeitlich auf knapp acht Sekunden angewachsene Vorsprung auf Iannone schmolz auf unter fünf Sekunden zusammen. Lüthi übernahm eingangs der letzten Runde Platz drei, nachdem sich Takahashi in der ersten Kurve deutlich verbremst hatte. Der Japaner verlor wenige Kurven vor dem Zielstrich sogar noch den vierten Platz an de Angelis.

Bradl bekam von all dem nichts mit, der Zahlinger fuhr ungehindert zu seinem Moto2-Grand-Prix-Erfolg und übernimmt mit dem Sieg in Doha erstmals die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft. MZ-Pilot Neukirchner sicherte sich nach einem spannenden Schlussspurt noch den 15. Platz und damit seinen ersten WM-Punkt in der Moto2-Klasse.

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