vergrößernverkleinern
Der Japaner Yuki Takahashi fuhr im zweiten Training die Bestzeit heraus © Honda

Der Japaner Yuki Takahashi hat im zweiten Freien Training der Moto2 in Jerez die Bestzeit aufgestellt - Stefan Bradl schonte Reifen und wurde Neunter

Das zweite Freie Training der Moto2-Klasse fand in Jerez unter sonnigen, aber windigen Bedingungen statt. Die Leistungsdichte ist hoch, denn die ersten 20 Fahrer lagen innerhalb einer Sekunde. Tom Lüthi und Katar-Sieger Stefan Bradl sparten Reifen und bereiteten sich auf das Rennen am Sonntag vor. Marc Marquez verlor durch einen technischen Defekt viel Zeit, während Max Neukirchner seine MZ im Kiesbett zerlegte.

Die Bestzeit stellte Yuki Takahashi in 1:44.044 Minuten auf. Am Vormittag leistete sich der Japaner noch einen Ausrutscher ins Kiesbett. Im zweiten Training verlief dann alles glatt. 2010 hat die Gresini-Mannschaft mit Toni Elias den Grand Prix gewonnen. Auch in diesem Jahr ist der Auftakt gelungen.

Problematischer ist es für Marquez gelaufen. Sein Team arbeitete lange an der Hinterradbremse. Erst in den letzten 15 Minuten konnte der 125er Weltmeister das Training aufnehmen. Er zeigte mit konstanten Runden, dass mit ihm zu rechnen ist. In seinem letzten Umlauf ließ sich der Spanier auf der Zielgeraden im Windschatten ziehen und verbesserte sich noch auf den zweiten Platz. 0,095 Sekunden fehlten auf Takahashi.

Vizeweltmeister Julian Simon fuhr die drittbeste Zeit und klassierte sich knapp vor Lüthi. Der Schweizer sparte Reifen und war meist mit der härteren Mischung unterwegs. Seine Bestzeit vom Vormittag blieb im zweiten Training unerreicht. MotoGP-Absteiger Aleix Espargaro setzte mit Platz fünf ein erstes Ausrufezeichen in diesem Jahr. Damit war der Spanier auch bester Kalex-Vertreter.

Der Italiener Andrea Iannone war das ganze Training über im Spitzenfeld zu finden und wurde knapp vor seinem Landsmann Claudio Corti Sechster. Den achten Platz belegte Scott Redding, der beinahe mit seinem Teamkollegen Mika Kallio kollidiert wäre. Letzterer fuhr langsam auf der Ideallinie und stand im Weg. Redding war darüber überhaupt nicht glücklich, wie seine Gesten deutlich machten.

WM-Spitzenreiter Stefan Bradl fuhr die neuntschnellste Zeit und hatte 0,4 Sekunden Rückstand auf Takahashi. Der Deutsche arbeitete mit Blick auf das Rennen und spulte insgesamt 25 Runden mit der weichen Reifenmischung ab. Gegen Ende des Trainings ging der 21-Jährige noch einmal mit der harten Sorte auf die Strecke, konnte sich aber nicht mehr steigern.

Alex de Angelis rutschte einmal in einer langsamen Kurve aus. Der Italiener konnte seine Motobi wieder aufrichten und weiterfahren. In der Zeitenliste reichte es für den zehnten Platz. Es kamen mehrere Piloten zu Sturz, darunter auch Rookie Neukirchner. Dabei überschlug sich seine MZ mehrmals im Kiesbett und trug große Schäden davon. Mit dem Tank in der Hand verließ der Deutsche die Szene. Im Klassement landete der 27-Jährige an der 33. Stelle.

Die beiden Piloten aus der Schweiz reihten sich mit ihren persönlichen Bestzeiten im Mittelfeld ein. Dominique Aegerter wurde 19. und Randy Krummenacher 22. Da die Zeiten eng beisammen lagen, betrug der Rückstand auf die Spitze nur 0,8 beziehungsweise 1,2 Sekunden.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel