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Dritte Pole-Positon in Folge: Stefan Bradl war auch in Estoril nicht zu schlagen © motorradrennen.com

Stefan Bradl hat auch in Estoril die Pole-Position erobert und einen neuen Moto2-Rekord aufgestellt - Der Schweizer Tom Lüthi musste sich knapp geschlagen geben

Das Qualifying der Moto2 in Portugal entwickelte sich zu einem wahren Tausendstelkrimi. Wenige Minuten vor Ablauf der Zeit hielt Vizeweltmeister Julian Simon die Bestzeit, doch alle Piloten gingen noch einmal auf Zeitenjagd. Tom Lüthi machte den Anfang und kam der Zeit des Spaniers bis auf 0,001 Sekunden nahe. In der nächsten Runde konnte sich der Schweizer verbessern und setzte sich auf Platz eins. Der Kampf um die Pole-Position schien entschieden, doch Stefan Bradl war noch auf einer schnellen Runde.

Mit Bestzeiten in den ersten Sektoren bog der Deutsche auf die Start- und Zielgerade und ließ sich noch von Ricard Cardus im Windschatten ziehen. Auf dem Zeitenmonitor blieb die Uhr bei 1:41.591 Minuten stehen. Damit war Bradl um 0,163 Sekunden schneller als Lüthi und eroberte die dritte Pole-Position in Folge. Der 21-Jährige ist im Qualifying in dieser Saison nicht nur ungeschlagen, sondern hat auch einen neuen Rekord aufgestellt. Noch nie in der noch jungen Moto2Geschichte sind einem Fahrer drei Poles in Folge gelungen.

Simon konnte am Ende nicht mehr zulegen und komplettierte die erste Startreihe. Eine starke Leistung zeigte Dominique Aegerter, der die fünftschnellste Runde fuhr. Dem Schweizer fehlte eine halbe Sekunde auf Bradl und war nur einen Hauch langsamer als Marc Marquez, der Vierter wurde. Aegerter riskierte alles für einen guten Startplatz. In den letzten Minuten stürzte er und beschädigte seine Suter. Michele Pirro ging ebenfalls zu Boden, konnte sich aber noch Rang sechs sichern.

Yuki Takahashi knüpfte nicht an seine starken Leistungen vom Vortag an. Im Qualifying fehlten dem Japaner 0,668 Sekunden auf die Spitze Somit wurde es Platz sieben für den Freitagsschnellsten. Gut präsentierte sich auch Kenan Sofuoglu, der im Vorjahr in Estoril debütierte. Der Türke war zwar etwas langsamer als sein Teamkollege Aegerter, doch Platz acht ist ein Aufschwung nach dem schwierigen Saisonstart.

Auf die Technomag-CIP-Mannschaft wartet noch einige Arbeit, denn auch Sofuoglu stürzte in den letzten Minuten. Jules Cluzel komplettierte die dritte Reihe. Auch die MZ-Mannschaft hat noch einiges zu tun, denn Anthony West rutschte in Kurve eins aus. In Estoril setzt der Australier auf ein Chassis von IAMT. Auf Platz 29 betrug sein Rückstand zwei Sekunden.

Wie auch in der 125er-Klasse stürzten einige Piloten in Kurve eins. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Pech hatte hingegen Max Neukirchner, der sich am Freitag bei einem Sturz verletzte. Am Samstag befand sich der MZ-Pilot bereits in Deutschland und ließ seinen verletzten Finger behandeln.

Ein schwieriges Qualifying hatte Randy Krummenacher. Sein Fahrstil passte nicht optimal zum Kalex-Chassis. Speziell die neue Reifengeneration von Dunlop fordert einige Anpassungen. Das Rennen wird der Schweizer von Startplatz 25 aus in Angriff nehmen.

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