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Stefan Bradl feierte seinen zweiten Sieg der Saison 2011 und auch in Estoril © Honda

Stefan Bradl sprach nach seinem zweiten Saisonsieg von einem sehr harten Kampf - Yuki Takahashi widmet Platz drei seinem tödlich verunglückten Bruder

Stefan Bradl konnte beim dritten Lauf der Moto2-Saison seinen zweiten Sieg des Jahres einfahren. Auf der portugiesischen Grand-Prix-Strecke in Estoril gelang es dem Kalex-Piloten damit gleichzeitig, seinen Erfolg aus dem Vorjahr an gleicher Stelle zu wiederholen. Im Vergleich zu seinem Sieg im Herbst 2010 stellte der Deutsche allerdings einen entscheidenden Unterschied fest.

"Heute war es von den Bedingungen her etwas besser als im letzten Jahr. Es gab allerdings hier und da immer noch die eine oder andere feuchte Stelle auf der Strecke. In den ersten Runden habe ich einfach nur versucht, mich auf mich selbst zu konzentrieren", so Bradl, der vom Start direkt in Führung ging.

In der Anfangsphase musste er dann jedoch den Schweizer Tom Lüthi ziehen lassen. "Lüthi hat mich überholt, ist kurz danach aber gestürzt. Dann kam Iannone, aber auch er hat einen Fehler gemacht und ist gestürzt", berichtet Bradl und ergänzt in Bezug auf die Schlussphase des Rennens: "Ich habe gemerkt, dass Julian (Simon; Anm. d. Red.) direkt hinter mir war. Ich habe dann einfach versucht, ihm in der letzten Runde keine Chance zu geben."

"Ich bin in letzter Zeit, wenn es drauf ankommt, ein bisschen cooler geworden", gab Bradl gegenüber 'Sport1' zu Protokoll. "Natürlich will ich gewinnen, aber heute war es sehr, sehr hart - vor allem auf der Bremse. Ich bin natürlich happy, dass ich den Sieg eingefahren habe. Es war eines der härtesten Rennen meiner Karriere, weil ich ähnlich wie in Katar die meiste Zeit in Führung lag."

Emotionales Ergebnis für Takahashi

Der Zweitplatzierte Simon war trotz seiner Niederlage alles andere als enttäuscht: "Ich bin sehr glücklich, denn das ist mein erstes Podium in diesem Jahr und auch in Estoril. Ich habe einen guten Start erwischt, es zu Beginn aber vorsichtig angehen lassen, da es nicht überall komplett trocken war. Nach dem Crash von Andrea (Iannone; Anm. d. Red.) habe ich mich ganz auf Stefan konzentriert. Er hat mir in der letzten Runde aber keine Chance gelassen, vorbei zu gehen."

Auf dem dritten Platz landete der Japaner Yuki Takahashi, für den die Fahrt auf das Podium angesichts des tragischen Unfalltods seines Bruders vor wenigen Tagen ein emotionales Erlebnis war. "An diesem Wochenende ist es mir sehr schwer gefallen, mich zu konzentrieren", gestand Takahashi. "Uns war aber klar, dass wir heute ein gutes Rennen würden zeigen können. Der Start war gut, aber die Gruppe vor mir war sehr schnell unterwegs. Iannones Sturz tut mir leid für ihn, für mich war es aber ein glücklicher Umstand. Ich wollte diese Podiumsplatzierung für meinen Bruder unbedingt erreichen."

Der Schweizer Dominique Aegerter schrammte als Vierter nur knapp an einem Platz auf dem Podest vorbei, was seiner Laune jedoch keinen Abbruch tun konnte. "Ich bin mit dem vierten Platz sehr glücklich. In der letzten Kurve war es immer noch etwas feucht und auch in der ersten Kurve gab es nur eine Linie", schilderte Aegerter die schwierigen Bedingungen in Estoril aus seiner Sicht.

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