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Stefan Bradl holte sich im vierten Saisonrennen die vierte Pole-Position © Motorsport-Total.com

Stefan Bradl ist auch in Le Mans nicht zu stoppen - Der Deutsche erobert knapp vor Tom Lüthi seine vierte Pole-Position der Saison

Im Qualifying der Moto2-Klasse in Le Mans kämpften mehrere Piloten um die Pole-Position. Erstmals mischte Ex-MotoGP-Pilot Aleix Espargaro an der Spitze mit. Am Ende lief es aber wieder auf ein Duell zwischen Stefan Bradl und Tom Lüthi hinaus. In den letzten Momenten fiel die Entscheidung in einem Hunderstel-Krimi. Am Ende behielt der Deutsche die Oberhand und feierte seine vierte Pole-Position im vierten Rennen. Der Japaner Yuki Takahashi komplettierte die erste Startreihe.

Überschattet wurde die Qualifikation von einem bösen Unfall in der ersten Kurve. Axel Pons stürzte und rutschte getrennt von der Maschine Richtung Kiesbett der ersten Schikane. Bradley Smith fuhr vor dem Spanier und kollidierte beim Einbiegen in die Linkskurve mit der herumrutschenden Kalex des Spaniers. Der Brite konnte sofort weggehen und war unverletzt. Pons lag dagegen einige Momente im Kiesbett und konnte dann selbständig weghumpeln. Kurzfristig wurde zwar die Ölflagge gezeigt, doch in den letzten Minuten ging es noch einmal auf Zeitenjagd.

Bradl hatte kurz vor dem Unfall Espargaro von Platz eins verdrängt und konnte sich erneut verbessern, doch da es sehr eng zuging, war die Entscheidung um die Startplätze noch nicht gefallen. Die Zeit von 1:38.357 Minuten galt es zu schlagen. Lüthi verlor im ersten Sektor etwas Zeit, während Marc Marquez seinen Bremspunkt verpasste und einen Notausgang nehmen musste. Auch Takahashi und Espargaro konnten nicht mehr kontern.

Somit feierte Bradl seine vierte Pole-Position im vierten Saisonrennen. Damit hat der WM-Spitzenreiter auch einen alten Rekord eingestellt. Der letzte Deutsche, der vier Poles in Folge eroberte, war Bradls Vater Helmut im Jahr 1991. Lüthi schaffte es wie in Estoril nicht, den derzeitigen Überflieger in der Moto2 zu schlagen. Der Schweizer musste sich um 0,045 Sekunden geschlagen geben.

Takahashi fuhr mit seinem letzten Angriff noch in die erste Startreihe. Diese verpasste Espargaro knapp. Nach dem schwierigen Start in seine Moto2-Karriere hat der ehemalige MotoGP-Pilot erstmals eine Spitzenposition erreicht. Der Brite Scott Redding eroberte den fünften Startplatz. Nach der verpatzten letzten Runde musste sich 125er-Champion Marquez mit Rang sechs zufrieden geben.

In die dritte Reihe schafften es zwei Italiener. Simone Corsi, der im dritten Freien Training die Bestzeit aufgestellt hatte, war einen Tick schneller als Jerez-Sieger Andrea Iannone. Vizeweltmeister Julian Simon stellte seine Suter auf Platz neun. Um drei Hundertstelsekunden verpasste Dominique Aegerter, der zuletzt in Portugal starker Vierter wurde, die dritte Reihe.

Rookie Randy Krummenacher konnte sich ebenfalls steigern und war um acht Zehntel langsamer als Bradl. Im engen und hart umkämpften Moto2-Feld reichte das allerdings nur für Platz 16. Auch der Deutsche Max Neukirchner verbesserte sich im Vergleich zum Vormittag und reihte sich an der 20. Stelle ein. MZ-Teamkollege Anthony West war vier Zehntel langsamer und wird mit seinem neuen FTR-Chassis das Rennen von Position 33 in Angriff nehmen.

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