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Marc Marquez feierte in Le Mans seinen ersten Moto2-Grand-Prix-Sieg © Repsol

Marc Marquez krönt seine erste Zielankunft in der Moto2 gleich mit einem Sieg - Stefan Bradl baut als Dritter seine WM-Führung aus

Bei Marc Marquez ist der Knoten geplatzt. Nach drei Ausfällen in den ersten drei Saisonrennen feierte der 125er-Weltmeister in seinem vierten Moto2-Lauf seinen ersten Sieg in der 600er-Klasse. Der Erfolg beim Grand Prix von Frankreich in Le Mans war gleichzeitig der elfte Grand-Prix-Sieg im 50. Rennen für den inzwischen 18 Jahre alten Spanier, der am Sonntag zum ersten Mal in Frankreich auf dem Siegertreppchen Champagner verspritzen durfte.

Als das Rennen bei kühlen, aber trockenen Bedingungen um 12:15 Uhr gestartet wurde, deutete vieles auf einen Start-Ziel-Sieg von WM-Leader Stefan Bradl hin. Der Kiefer-Pilot setzte seine Pole-Position sofort in einer souveräne Führung um und hielt sich in der ersten Rennhälfte vor Tom Lüthi und Yuki Takahashi an der Spitze des Feldes. Etwas weiter dahinter lauerte Julian Simon in vierter Position, während Marquez mit schnellen Runden zur Spitzengruppe aufschloss.

Doch die Prozession an der Spitze hatte in der 13. Runde ein Ende. Kurz vor der Dunlop-Schikane schob sich Lüthi an Bradl vorbei und übernahm die Führung beim Grand Prix von Frankreich. Der Deutsche geriet durch diesen Angriff für einige Sekunden aus seinem Rhythmus, wodurch Takahashi und Marquez mit beherzten Manövern ebenfalls an ihm vorbeiziehen konnten.

Lüthi setzte sich ganz vorne um wenige Zehntelsekunden ab, während dahinter Takahashi und Marquez um Platz zwei kämpften. Bradl und Simon begnügten sich in den folgenden Runden mit den Rollen als Beobachter auf den Rängen vier und fünf. Bradl, der vor dem Rennen als einziger der Spitzenpiloten auf die harte Gummimischung am Hinterrad gesetzt hatte, hatte zu diesem Zeitpunkt mit nachlassendem Grip beim Beschleunigen zu kämpfen.

Dunkle Wolken bringen Lüthi aus dem Rhythmus

Sieben Runden vor dem Ziel verdunkelte sich der Himmel über dem Bugatti Circuit immer mehr, vereinzelte Regentropfen fielen vom Himmel. Ein richtiger Regenschauer setzte allerdings nicht ein, wodurch ein Abbruch des Rennens nicht in Frage kam. Jedoch schien Lüthi an der Spitze ein wenig die Puste auszugehen, der inzwischen auf Platz zwei liegende Marquez fing den Führenden wieder ein.

In der 20. Runde wagte der junge Spanier vor dem Dunlop-Bogen den ersten Angriff auf den Schweizer, doch Lüthi konnte nach der Schikane noch einmal kontern. Eine Runde später gab es dann allerdings kein Halten mehr, Marquez zog an Lüthi vorbei und fuhr sofort einen Vorsprung auf den Rest des Feldes heraus.

Bradl baut WM-Führung aus

Lüthi schien spätestens dann seinen Rhythmus völlig verloren zu haben, denn nur eine Runde später drückten sich auch Takahashi und der besonnen agierende Bradl an dem Interwetten-Piloten vorbei. In der letzten Runde müsste Lüthi sogar Simon passieren lassen, so dass der Le-Mans-Spezialist letztendlich nur als Fünfter die Ziellinier überquerte.

An der Spitze änderte sich unterdessen nichts mehr. Marquez gewann mit rund zwei Sekunden Vorsprung auf Takahashi und Bradl, der dadurch seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft ausbaute. Der in der Gesamtwertung zweitplatzierte Andrea Iannone blieb nach einem selbst verschuldeten Sturz in der ersten Runde ohne WM-Zähler. Max Neukirchner sicherte sich bei seinem Comeback als 15. immerhin einen Punkt.

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