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Der Italiener Simone Corsi sicherte sich in letzter Sekunde die Bestzeit © Honda

Im zweiten Freien Training in Barcelona hat Simone Corsi im letzten Moment Tom Lüthi die Bestzeit weggeschnappt - Stefan Bradl auf Platz sechs

Für die Moto2 präsentierte sich der Circuit de Catalunya wieder mit einer trockenen Fahrbahn. Am Himmel hingen zwar noch Regenwolken, die während der MotoGP ihre Schleusen geöffnet hatten, doch es blieb trocken. Somit konnte die mittlere Klasse ein normales zweites Freies Training absolvieren. Bereits früh gaben die beiden deutschsprachigen Vertreter das Tempo vor. Tom Lüthi setzte sich knapp vor Stefan Bradl an die Spitze. In den letzten Momenten gingen alle Piloten noch einmal auf Zeitenjagd, weshalb viel Verkehr herrschte.

Simone Corsi setzte sich 20 Sekunden vor Ablauf der Zeit an die Spitze. Bradl war zu diesem Zeitpunkt auf Platz fünf durchgereicht worden. In den Sektoren blitzten bei mehreren Fahrern rote Zwischenzeiten auf. Es herrschte dichter Verkehr, weshalb niemand eine perfekte Runde aneinanderreihen konnte. Somit blieb die Bestzeit von Corsi in 1:47.373 Minuten bestehen. Lüthi verpasste Platz eins um lediglich 0,121 Sekunden. Ex-MotoGP-Pilot Alex de Angelis schob sich knapp vor Vorjahressieger Yuki Takahashi auf den dritten Rang.

Bradl verbesserte seine Zeit noch im letzten Umlauf und reihte sich an der sechsten Stelle ein. Der Rückstand des WM-Spitzenreiters auf Corsi betrug 0,233 Sekunden. Ein starkes Training zeigte MotoGP-Absteiger Mika Kallio, dessen bisherige Saison enttäuschend war. Mit Platz sieben meldete sich der Finne in der Spitzengruppe. Kallios ehemaliger Pramac-Teamkollege Aleix Espargaro folgte einen Rang dahinter.

Einen kurzen Schreckmoment hatte der Brite Scott Redding. In der zweiten Trainingshälfte gab es eine leichte Berührung mit Corsi. Beide konnten aber problemlos weiterfahren. Schließlich klassierte sich Redding auf Position neun. Michel Pirro komplettierte die Top 10. Rookie Marc Marquez leistete sich am Nachmittag keinen groben Fehler und konnte 18 Runden abspulen. Seine beste Runde brachte den amtierenden 125er-Weltmeister auf Platz elf.

Auch Randy Krummenacher, der wie Marquez im ersten Training gestürzt war, fuhr am Nachmittag ohne Probleme. Als 15. war der Rookie um einen Platz besser als sein Schweizer Landsmann Dominique Aegerter. Die MZ-Mannschaft war im hinteren Teil des Feldes zu finden. Max Neukirchner wurde nach 20 Runden 26., sein Teamkollege Anthony West 33.

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