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Stefan Bradl hängte die Moto2-Konkurrenz auch im fünften Qualifying ab © motorradrennen.com

WM-Spitzenreiter Stefan Bradl hat sich in Barcelona die fünfte Pole-Position in Folge gesichert - Der Schweizer Tom Lüthi verpasst die erste Reihe knapp

Zu Beginn der Moto2-Qualifikation herrschten perfekte Bedingungen in Barcelona. Die Piloten fuhren hinaus und genossen die 34 Grad Lufttemperatur. Das änderte sich jedoch schlagartig, denn 18 Minuten vor dem Ende fing es leicht zu regnen an. Bradley Smith stürzte in Kurve 13 und beschädigte sein Motorrad, das sich im Kiesbett überschlug, stark. Die Streckenposten hatten noch nicht angezeigt, dass die Piste nass war.

Der Regen war nicht stark und dauerte nur einige Minuten. Die Zeit tickte herunter und alle warteten gespannt, ob die Strecke noch eine Zeitverbesserung zuließ. Zu diesem Zeitpunkt lag Stefan Bradl auf Platz eins, gefolgt von Aleix Espargaro und Smith. Der Brite konnte nach seinem Sturz nicht mehr angreifen. Die Strecke trocknete auf und ermöglichte in den letzten Minuten noch schnelle Zeiten.

Bradl legte noch eine schnelle Runde hin und verbesserte die Bestmarke auf 1:46.753 Minuten. Niemand kam mehr an diese Zeit heran. Somit startet der Deutsche am Sonntag zum fünften Mal in Serie von der Pole-Position. Mit dieser Leistung hat der 21-Jährige wieder ein Kapitel Moto2-Geschichte geschrieben. "Die Runde war knapp am Sturz. Ich habe alles riskiert", sagt Bradl bei 'Sport1'. "Es ist gestern und auch heute Vormittag schwierig gelaufen."

"Ich war nicht ganz so dominant. Der Abstand war zwar nur sehr gering, aber es hat doch geklappt. Es war sehr hart, aber ich bin sehr glücklich. Fünf Rennen und fünf Pole-Positions sind schon ein Wahnsinn. Mein Ziel war ein Platz in den ersten beiden Startreihen. Das habe ich geschafft. Im Rennen will ich das Beste daraus machen und Punkte holen." Die spanischen Fans durften sich über den zweiten Platz von Ex-MotoGP-Pilot Espargaro freuen. Somit stehen zwei Kalex-Fahrwerke auf den ersten beiden Plätzen.

In den letzten Momenten schaffte Vorjahressieger Yuki Takahashi noch den Sprung in die erste Reihe und verdrängte Tom Lüthi auf Platz vier. Der Schweizer konnte sich am Ende nicht entscheidend verbessern. Lokalmatador Marc Marquez eroberte den fünften Startplatz. Die zweite Reihe komplettierte Smith, obwohl er am Ende nicht mehr fahren konnte.

In die dritte Startreihe schaffte es Mika Kallio, für den in dieser Saison noch nicht viel geklappt hat. Vizeweltmeister Julian Simon reihte sich vor seinem Landsmann Esteve Rabat auf Platz acht ein. Nachdem am Vormittag 26 Piloten innerhalb einer Sekunde lagen, waren es im Qualifying 13.

Darunter war auch der Schweizer Dominique Aegerter, der Zwölfter wurde. Sein Landsmann Randy Krummenacher verpasste diese Marke knapp und wird das Rennen von Rang 19 in Angriff nehmen. Im hinteren Drittel des Feldes war die MZ-Mannschaft zu finden. Moto2-Neuling Max Neukirchner hatte 1,3 Sekunden Rückstand und klassierte sich auf dem 24. Platz. Sein Teamkollege Anthony West wurde 32.

Neben Smith stürzte auch Andrea Iannonen spektakulär. Bereits nach wenigen Minuten flog der Italiener in Kurve 13 ins Kiesbett. Seine Suter wurde ebenfalls stark beschädigt. Auch Simone Corsi, der in den Freien Trainings vorne mitmischte, ging zu Boden. Iannone wird von Platz 22 starten, Corsi von Rang 15.

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