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Stefan Bradl konzentriert sich derzeit nur auf sich selbst - mit Erfolg © Honda

Die Stimmen der Top 3: Stefan Bradl ist sich seiner momentanen Stärke bewusst - Marc Marquez begnügt sich mit Platz zwei

Stefan Bradl hat mit seinem Sieg in Barcelona einmal mehr gezeigt, dass die Vergabe des Weltmeistertitels in der Moto2-Klasse in dieser Saison nur über ihn geht. Der Kiefer-Pilot ist sich seiner Stärken bewusst. Der zweitplatzierte Marc Marquez erinnert sich an seine Ausfälle zu Saisonbeginn und Aleix Espargaro feiert auf seiner Heimstrecke die ersten Podiumsplatzierung seiner Grand-Prix-Karriere.

"Ich hatte auf trockene Bedingungen gehofft", sagte Bradl nach der Siegerehrung. "Am Freitag und am Samstagmorgen hatten wir noch Probleme, aber ein großes Dankeschön an mein Team. Sie haben einen großartigen Job gemacht und das Motorrad Schritt für Schritt verbessert. Im Rennen fingen die Reifen nach sechs Runden an durchzudrehen. Ich änderte meinen Fahrstil ein wenig und dann lief es perfekt. Ich habe gepusht und mich auf mich selbst konzentriert. Ich konnte eine Lücke aufreißen, was sehr wichtig für mich war."

"Es ist unglaublich. Wir haben eine super Zeit und meine Performance ist gut. So müssen wir weitermachen", fuhr Bradl fort, der gegenüber 'Sport1' anfügte: "Es war ein schönes Rennen. Ich bin einmal vom Simon attackiert worden, soweit ich weiß. Ich habe einfach alles gegeben und mein Rennen im Kopf abgespult. Ich habe Runde für Runde gepusht und mich bloß auf mich selbst konzentriert. Das ist einfach meine Stärke momentan, dass ich das so gut auf den Punkt bringen kann."

Bradls Vater Helmut, einst selbst erfolgreicher Grand-Prix-Pilot in der 250er-Klasse, war nach dem Rennen überglücklich. "Es sieht derzeit ein bisschen so aus, als ob er von einem anderen Stern kommt", sagte der Senior über seinen Sohn. "Er legt jetzt Starts hin, ist konzentriert und zeigt eine Seite, die man von ihm noch nicht gekannt hat. Es ist absolut geil, dabei zuzuschauen."

"Das Motorrad ist perfekt, das Team funktioniert - dann ist alles traumhaft. Ich glaube, dass er noch mehr kann. Er hat heute nicht mehr zeigen müssen und war nie richtig gefordert. Er hat sogar noch einen Tick mehr drauf. Darauf sind wir schon gespannt", ergänzte Helmut Bradl im Gespräch mit 'Sport1'.

Zwei Spanier auf dem Siegertreppchen

"Das Rennen war so anstrengend, denn am Anfang, ich weiß gar nicht warum, hatte ich in meinen Hinterreifen und mein Motorrad gar kein Vertrauen", erklärte der zweitplatzierte Marquez. "Am Freitag habe ich einen Fehler gemacht, aber im Laufe des Wochenendes kamen wir den schnellsten Fahrern immer näher. Der zweite Platz im Rennen ist sehr wichtig. Ich wollte noch pushen, um Bradl einzuholen, aber dann habe ich mich an die ersten drei Rennen erinnert und dachte, dass es besser wäre, die zweite Position zu halten."

Espargaro ergänzte: "Es war wirklich ein sehr schwieriges Rennen. Endlich stehe ich einmal auf dem Podium, ich bin sehr, sehr glücklich. Meinen ersten Podestplatz auf meiner Heimstrecke zu schaffen, ist wie ein Traum. Ich möchte mich einfach bei meiner Familie und allen Leuten bedanken, die mich in all den Jahren unterstützt haben. Wir müssen weiter hart arbeiten, das ist erst der Anfang."

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